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Kronshagen

Brücke gesperrt: Ausschuss berät Ersatzneubau

Der Umweltausschuss soll den Ersatzneubau der gesperrten Holzbrücke vorbereiten. Außerdem geht es um SprottenFlotte, Parkraum, Tempo und Kieler Straße.

Christian Muschick ·

Die vollständig gesperrte Holzbrücke über die Kopperpahler Au im Bereich Rosenau steht im Mittelpunkt der nächsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Verkehrswesen. Der Ausschuss tagt am Donnerstag, 17. September, ab 19 Uhr öffentlich im Sitzungssaal des Rathauses.

Schäden schließen eine Sanierung aus

Für die Ertüchtigung der Brücke waren im Haushalt 2026 zunächst 50.000 Euro vorgesehen. Eine Begutachtung am 13. August ergab nach Angaben der Verwaltung jedoch gravierende Schäden am Tragwerk durch Feuchtigkeit, Pilzbefall und Fäulnis. Ein spontanes Teilversagen könne nicht ausgeschlossen werden. Die Brücke wurde deshalb für den Fuß- und Radverkehr vollständig gesperrt.

Die Verwaltung schlägt vor, ein Planungsbüro mit einem Ersatzneubau zu beauftragen. Bauweise, Genehmigungen und Kosten sollen erst in der Planung ermittelt werden; die erforderlichen Mittel wären für den Haushalt 2027 vorzusehen.

SprottenFlotte: sparen oder ausbauen

Bei der SprottenFlotte stehen zwei Varianten zur Entscheidung. Nach einer Tarifänderung könnte der jährliche Zuschuss der Gemeinde um 15 Prozent von 12.000 auf 10.200 Euro sinken. Alternativ könnte Kronshagen den bisherigen Zuschuss beibehalten. Nach Angaben des Betreibers wären dann voraussichtlich zwei zusätzliche Fahrräder und möglicherweise eine weitere Station möglich.

Parkraum, Geschwindigkeit und Kieler Straße

Ein beauftragtes Fachbüro soll im Ausschuss erläutern, wie die zuvor erhobenen Parkraumdaten ausgewertet und zu einem Konzept weiterentwickelt werden. Die Geschwindigkeitsanzeigetafeln zeigten nach Angaben der Verwaltung überwiegend Werte in unteren und mittleren Bereichen. Vereinzelt wurden vor allem nachts mehr als 65 Kilometer pro Stunde erfasst. Für die Tafel an der Kopperpahler Allee lagen keine auswertbaren Daten vor.

Für die Umgestaltung der Kieler Straße im Bereich zwischen Hausnummer 66 und Bahnübergang nennt eine erste Grobschätzung rund 1,4 Millionen Euro für die Fahrbahn und 1,3 Millionen Euro für die Nebenanlagen. Das Land ist grundsätzlich für die Fahrbahn zuständig, die Gemeinde für die Nebenanlagen. Die Vorlage sieht unter anderem neue Standorte für zwei Bushaltestellen und den Wegfall einer Linksabbiegespur vor.

Weitere Tagesordnungspunkte betreffen kommunale Grünflächen, Tiefbaumaßnahmen, Klimaschutz und einen Antrag zur Schaltung von Lichtsignalanlagen.

Quellen