Kiel. Kiel gehört beim Umstieg auf elektrische Busse zu den Vorreitern unter den großen deutschen Städten. Mit einem E-Bus-Anteil von 33,0 Prozent liegt die Landeshauptstadt in einer neuen Studie der Deutschen Umwelthilfe (DUH) auf Platz sieben, wie die Stadt am 7. Oktober auf ihrer Klimaschutz-Newsseite mitteilte. Die Studie vergleicht die kommunalen Busflotten der 40 größten deutschen Städte; Grundlage der Rangliste sind der aktuelle Bestand an E-Bussen und die Beschaffungspläne der Städte, Stichtag 31.12.2025.
Regionale Spitzengruppe
Auch Hamburg (Platz sechs, 36,9 Prozent) und Lübeck (Platz neun, 28,9 Prozent) schneiden gut ab; in allen drei Städten steigt der Anteil weiter. Bundesweit fahren in deutschen Großstädten insgesamt noch knapp 80 Prozent der Busse mit Diesel. In Mannheim, Freiburg und Karlsruhe ist bereits über die Hälfte der Flotte batterieelektrisch unterwegs, in Augsburg, Essen, Wuppertal, Krefeld und Magdeburg dagegen noch kein einzelner E-Bus. Die Städte auf den ersten 20 Plätzen schaffen keine neuen Dieselbusse mehr an.
KVG weist über die Hälfte aus
Die Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) kommt eigenen Angaben zufolge auf einen deutlich höheren Wert als die DUH-Studie: Aktuell seien 122 Elektrobusse im Einsatz, das entspreche 51 Prozent der Flotte. Dazu kommen 33 Hybridbusse (14 Prozent) und 82 Dieselbusse (35 Prozent).
Kritik an der Fördersenkung
Die DUH kritisiert, dass die Bundesregierung die E-Bus-Förderung in diesem Jahr um zwei Drittel kürzt. Mit Blick auf die ab 2030 deutlich strengeren EU-Vorgaben zur Luftreinhaltung sollten vor allem alte Dieselbusse schneller ausgemustert werden; entscheidend für den Klimaschutz sei, wie lange fossile Antriebe noch im Einsatz blieben.
Quellen
Stadt Kiel, Klimaschutz-News: „Busflotten-Studie – Kiel unter den Spitzenreitern bei E-Bussen“ (7.10.2026): klimaschutz_news.php



