Kiel. Für die Sanierung der Ruderstege an der Kiellinie war im Haushaltsplan 2026 der Stadt Kiel für die Jahre 2026 bis 2028 ein Betrag von insgesamt 2,3 Millionen Euro eingeplant: 500.000 Euro Ansatz 2026, 300.000 Euro Plan 2027 und 1,5 Millionen Euro Plan 2028. In der aktuellen Investitionsplanungsliste der Stadt für die Jahre 2027 bis 2030 (Stand 27.08.2026) taucht die Einzelmaßnahme 4240020046 dagegen nicht mehr auf.
CDU-Forderung nach Klärung
Die CDU-Ratsfraktion kritisiert die Streichung. Ratsherr Sebastian Thiede, sportpolitischer Sprecher der Fraktion, spricht von einem „finanzpolitischen Zaubertrick“ und fordert von der Stadt Klarheit über den Zustand der Steganlagen, deren weitere Nutzbarkeit und die Finanzierung. Bei einzelnen Anlagen bestünden nach Informationen der Fraktion Fragen zur weiteren Nutzbarkeit; mindestens eine Anlage sei aufgrund gefährdeter Standsicherheit vollständig gesperrt. Für die dort trainierenden Vereine seien die Stege ein wichtiger Bestandteil der Sportinfrastruktur.
Die Fraktion erwartet einen belastbaren Zeit- und Finanzierungsplan für notwendige Maßnahmen und die Prüfung einer Übergangslösung bei längerfristigen Sperrungen. Zur Aktualität verweist sie auf die Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes, durch die Kiel als Segelstandort Teil der deutschen Bewerbung um die Spiele von 2036, 2040 oder 2044 ist.
Quellen
Landeshauptstadt Kiel, Haushaltsplan 2026, Band 2, Investitionsübersicht Teilplan 424 (S. 330); Amt für Finanzwirtschaft, Investitionsplanungsliste 2027 bis 2030 (Stand 27.08.2026); CDU-Ratsfraktion Kiel, Pressemitteilung (eingesehen am 12.10.2026)



