Der Jugendhilfeausschuss des Kreises Rendsburg-Eckernförde befasst sich am Mittwoch, 23. September, mit dem Kinderschutzbericht 2025, einer Aktualisierung des Kita-Bedarfsplans und Änderungen bei der Förderung der Jugendarbeit. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr im Kreishaus in Rendsburg.
Weniger bestätigte Gefährdungen
Beim Jugend- und Sozialdienst gingen 2025 insgesamt 1.031 Meldungen ein. Im Vorjahr waren es 1.037. In 132 Fällen wurde eine Kindeswohlgefährdung bestätigt, darunter 45 akute Gefährdungen. Für 2024 nennt die Verwaltung 188 bestätigte und 85 akute Fälle.
In weiteren 380 Fällen bestand 2025 Handlungsbedarf, obwohl keine Gefährdung bestätigt wurde. Die Zahl der Beratungen durch eine insoweit erfahrene Fachkraft stieg von 155 auf 204. Meldungen zu Kindern unter drei Jahren nahmen von 149 auf 163 zu. Der Bericht enthält nach Angaben der Verwaltung erstmals eine bezirksscharfe sozialräumliche Auswertung des Meldeaufkommens.
Kita-Plätze werden neu bilanziert
Der fortgeschriebene Kita-Bedarfsplan weist zum 1. August 781 Stammgruppen aus. Im Februar waren es 782. Die Zahl der Plätze für Kinder unter drei Jahren blieb in Einrichtungen bei 2.635; einschließlich Kindertagespflege sank sie von 3.392 auf 3.307. Bei den Plätzen für Kinder über drei Jahren verzeichnet die Vorlage einen Rückgang von 9.291 auf 9.116, bei Hortplätzen von 294 auf 275.
Der Ausschuss soll dem Kreistag eine Beschlussempfehlung geben. Die endgültige Entscheidung über die Änderung des Bedarfsplans trifft der Kreistag.
Förderung von Tagesangeboten soll entfallen
Die Richtlinie zur Förderung der Jugendarbeit soll zum 1. Januar 2027 geändert werden. Nach der Vorlage empfiehlt das Kuratorium Jugendarbeit, die Förderung von Tagesangeboten für Kinder und Jugendliche zu streichen und die begrenzten Mittel auf andere Förderbereiche zu konzentrieren. Als Begründung werden eine aus Sicht des Kuratoriums nicht ausreichende pädagogische Wirksamkeit und Nachhaltigkeit genannt.
Daneben muss der Kreis für 2027 klären, ob zusätzliche 40.000 Euro für Jugendpflegefahrten dauerhaft im Budget bleiben. Für 2026 wurden die Mittel nach Angaben der Verwaltung aufgrund bestehender Verträge und Vertrauensschutzes bewilligt.



