Zum Inhalt
KronshagenNewsNachrichten, Einordnung und Dokumentation für Kronshagen

Kiel

Kunsthalle zu Kiel: Stefanie Böttcher wird Direktorin

Die Kunsthistorikerin kommt von der Kunsthalle Mainz, legt den Fokus auf Kunst aus den Ostsee-Anrainerstaaten und öffnet im November ein Studio in der Seeburg.

Christian Muschick ·

Seit dem 1. September 2026 leitet die Kunsthistorikerin und Kuratorin Stefanie Böttcher die Kunsthalle zu Kiel. Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), der Schleswig-Holsteinische Kunstverein, der Stifterkreis, die Breitling-Stiftung sowie das gesamte Team der Kunsthalle begrüßen sie in ihrer neuen Position, wie die Universität am 13. Oktober mitteilte.

Fokus auf die Ostsee-Anrainer

Einen programmatischen Fokus legt Böttcher auf die aktuelle Kunstproduktion der Ostsee-Anrainerstaaten – die baltischen Staaten, Skandinavien und Polen – und rückt dabei den Meeresraum mit seinen Facetten ins Zentrum. Bereits im Herbst 2027 will sie das Künstlerduo Anca Benera und Arnold Estefán nach Kiel holen, das mit der Installation „Black Seas“ mit Bezug zur Ostsee derzeit im rumänischen Pavillon der Biennale in Venedig gezeigt wird. Da die Kunsthalle wegen Sanierungsarbeiten ihre Räume verlassen hat, nutzt die neue Direktorin die Phase, um die Verbindung zu anderen Orten der Stadt zu stärken.

Im November soll dafür das „Studio Kunsthalle“ im Erdgeschoss der Seeburg an der Kiellinie öffnen – als Ort für die Arbeit mit Kieler Schülerinnen und Schülern, für Workshops, Vorträge und Gesprächsrunden.

Zur Person

Stefanie Böttcher (*1978) hatte von 2015 bis 2026 die Kunsthalle Mainz geleitet und dort unter anderem Einzelausstellungen von Rabih Mroué, Lara Favaretto, Latifa Echakhch, Walid Raad und zuletzt Britta Marakatt-Labba kuratiert. 2017 war sie Kuratorin des isländischen Pavillons auf der Biennale in Venedig; von 2007 bis 2013 arbeitete sie als künstlerische Leiterin im Künstlerhaus Bremen. Ihre Schwerpunkte sind thematische Gruppenausstellungen zu ökologischen Räumen, verknüpft mit ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Realitäten.

Quellen