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Gesellschaft

Sozialausschuss berät Schutzsuchende und Wohnen

Neue Zahlen zu Schutzsuchenden, der Wechsel vom Wohnwerk zu einem Housing-First-Ansatz und die Bilanz des Beratungstreffs stehen am 15. September auf der Tagesordnung.

Christian Muschick ·

Der Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport befasst sich am Dienstag, 15. September, mit der Unterbringung von Schutzsuchenden, der künftigen Wohnraumvermittlung und der Nutzung des Beratungstreffs am Rathausmarkt. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19 Uhr.

Neue Zahlen zur Unterbringung

Nach Angaben der Gemeindeverwaltung lebten zum Stichtag 13. August 128 Asylsuchende und Geflüchtete in verschiedenen Kronshagener Unterkünften. Vier weitere Personen mit noch nicht abschließend geklärtem Aufenthaltsstatus wohnten in selbst angemieteten Wohnungen. Zusätzlich waren 50 Schutzsuchende aus der Ukraine in gemeindlichen Liegenschaften oder von der Gemeinde angemieteten Wohnungen untergebracht.

Für 2026 nennt die Vorlage eine kommunale Aufnahmeverpflichtung von insgesamt 55 Personen einschließlich eines Restes aus dem Vorjahr. Bis zum Stichtag waren 23 Personen aufgenommen worden. Rund 120 weitere anerkannte Geflüchtete mit eigenen Wohnungen in Kronshagen wurden demnach von der AWO-Flüchtlingsbetreuung begleitet.

Wohnwerk endet, neue Struktur noch offen

Das Projekt Wohnwerk endete nach einer Übergangsförderung des Kreises zum 30. Juni. Der Kreis hat die soziale Wohnraumbeschaffung neu ausgerichtet und setzt auf einen Housing-First-Ansatz in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk. Wie Kronshagen in diese Struktur eingebunden wird und welche Möglichkeiten sich daraus für die Vermittlung von Wohnraum ergeben, ist laut Gemeindeverwaltung noch offen.

248 Kontakte im Beratungstreff

Der Beratungstreff am Rathausmarkt wurde zwischen Oktober 2025 und Mai 2026 nach Angaben der beteiligten Institutionen für 248 Beratungskontakte genutzt. 136 davon fanden persönlich vor Ort statt, die übrigen schriftlich oder telefonisch. Die Institutionen bewerten Räume, Ausstattung und Standort überwiegend positiv. Die anonyme Befragung der Ratsuchenden ist mit fünf Rückmeldungen allerdings nicht repräsentativ. Eine Rückmeldung verwies auf unzureichende Privatsphäre während der Beratung.

Auch die Seniorenbeiratswahl steht auf der Tagesordnung. Das Ergebnis der Briefwahl soll in der Sitzung mündlich bekannt gegeben werden. Zuvor waren 13 gültige Bewerbungen eingegangen.

Quellen