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Kieler Umweltausschuss: Feuerwerk und Parkhaus

Der Kieler Umweltausschuss berät am 1. September über ein mögliches Parkhaus in der Adelheidstraße sowie Feuerwerk, Verkehr und Infrastruktur.

Christian Muschick ·

Bild: Ein Regenbogen über dem Kieler Rathaus. Foto: Ralf Lohse

Der Kieler Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität kommt am Dienstag, 1. September 2026, um 17 Uhr im Magistratssaal des Rathauses zusammen. Neu auf der öffentlichen Tagesordnung steht ein CDU-Antrag, ein Parkhaus unter einem geplanten Wohnungsneubau in der Adelheidstraße prüfen zu lassen. Bereits angekündigt sind außerdem Beratungen über eine Kampagne gegen privates Silvesterfeuerwerk und weitere Böllerverbotszonen. Beschlüsse liegen noch nicht vor.

CDU beantragt Prüfung eines Parkhauses

Die CDU-Ratsfraktion beantragt, unter der in der Adelheidstraße geplanten Wohnbebauung der Kieler Wohnungsgesellschaft ein Parkhaus prüfen zu lassen. Betreiber soll nach dem Antrag der Eigenbetrieb Parken sein. Vorgesehen wäre eine Mischung aus dauerhaft vermietbaren und zeitlich befristet nutzbaren Stellplätzen für Fahrräder, Lastenräder, motorisierte Zweiräder und Kraftfahrzeuge. Der Antrag nennt zudem Lademöglichkeiten und abschließbare Fahrradboxen.

Nach Darstellung der CDU könnten mit dem geplanten sozial geförderten Wohnungsbau mehr als 80 kostenfreie Kfz-Stellplätze wegfallen. Die Fraktion nennt Anwohnende, Gewerbetreibende sowie Praxen und deren Patientinnen und Patienten als Betroffene. Kosten oder eine Finanzierungszusage enthält die Vorlage nicht. Die Fraktion verweist darauf, dass Mieteinnahmen die Bau- und Unterhaltungskosten mindern könnten. Zunächst steht die Vorlage am 1. September zur Vorberatung im Umweltausschuss; der Bauausschuss soll am 3. September beraten, die Ratsversammlung anschließend entscheiden.

Feuerwerk, Verkehr und Infrastruktur

Der Präventionsrat beantragt eine Neuauflage der städtischen Kampagne gegen privates Silvesterfeuerwerk für den Jahreswechsel 2026/2027. Die Verwaltung soll über bestehende Verbotszonen und Schutzbereiche informieren und eine Karte bereitstellen. Genannt werden unter anderem Bereiche nahe Krankenhäusern, Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie Friedhöfen. Bis zu 5.000 Euro aus den dem Präventionsrat zugeordneten Haushaltsmitteln sind vorgesehen. Eine Entscheidung steht aus.

Daneben berät der Ausschuss einen SSW-Antrag aus dem Jahr 2025. Er unterstützt die Forderung des Deutschen Städtetages nach erweiterten kommunalen Möglichkeiten für Böllerverbotszonen und sieht eine Übersicht der in Kiel geltenden Abbrennverbote vor. Die Punkte betreffen zunächst Kiel; konkrete Auswirkungen auf Kronshagen ergeben sich aus den Vorlagen nicht.

Das Tiefbauamt stellt außerdem das Verkehrssicherheitskonzept „Vision Zero“ vor und berichtet zum Sachstand der Kieler Stadtbahn. Weitere Tagesordnungspunkte reichen von Verkehrsführungen am Skandinaviendamm und an der Melsdorfer Straße über Mehrwegförderung bis zum Substanzerhaltungskonzept für Kanal und Straße. Die öffentliche Sitzung beginnt am 1. September um 17 Uhr im Magistratssaal des Kieler Rathauses, Fleethörn 9. Nichtöffentliche Themen werden nicht ausgewertet.

Primärquellen:
Tagesordnung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität
CDU-Antrag zum möglichen Parkhaus in der Adelheidstraße (Drs. 0909/2026)
Antrag des Präventionsrats zur Kampagne gegen privates Silvesterfeuerwerk (Drs. 0891/2026)
SSW-Antrag zu Böllerverbotszonen (Drs. 0122/2025-01)