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Kieler Umweltausschuss: Feuerwerk und Verkehr

Der Kieler Umweltausschuss berät am 1. September zusätzlich über eine Kampagne gegen privates Silvesterfeuerwerk und Böllerverbotszonen. Weitere Themen sind Verkehr, Mehrweg und Infrastruktur.

Christian Muschick ·

Bild: Bild: Fabian Horst, File:2020-12-09 – Rathaus Kiel und Opernhaus bei Nacht.jpg, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia CommonsLizenz: CC BY-SA 4.0Quelle: …

Der Kieler Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität kommt am Dienstag, 1. September 2026, um 17 Uhr im Magistratssaal des Rathauses zusammen. Seit der ersten veröffentlichten Tagesordnung sind zwei Punkte hinzugekommen: eine städtische Informationskampagne gegen privates Silvesterfeuerwerk und ein älterer SSW-Antrag zu zusätzlichen Handlungsmöglichkeiten für Böllerverbotszonen. Die Sitzung ist eine Vorschau: Über die als Entscheidung oder Vorberatung angesetzten Punkte ist noch nicht beschlossen.

Feuerwerk: Kampagne und kommunale Handlungsmöglichkeiten

Der Präventionsrat beantragt eine Neuauflage der städtischen Kampagne gegen privates Silvesterfeuerwerk für den Jahreswechsel 2026/2027. Die Verwaltung soll dabei besonders über bestehende Verbotszonen und Schutzbereiche informieren und eine Karte bereitstellen. Genannt werden unter anderem Bereiche nahe Krankenhäusern, Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie Friedhöfen. Für die Kampagne stellt der Präventionsrat bis zu 5.000 Euro aus den ihm zugeordneten Haushaltsmitteln bereit. Vorrangig soll sie mit vorhandenen Ressourcen des Pressereferats umgesetzt werden; eine Fremdvergabe ist nur vorgesehen, wenn dies nicht oder nicht rechtzeitig möglich ist.

Zusätzlich berät der Ausschuss einen Antrag der SSW-Ratsfraktion aus dem Jahr 2025. Er unterstützt die Forderung des Deutschen Städtetages, Kommunen durch Änderungen des Sprengstoffgesetzes mehr Möglichkeiten für Böllerverbotszonen zu geben. Der Antrag sieht außerdem eine Übersicht der in Kiel bereits geltenden Abbrennverbote vor. Beide Punkte betreffen zunächst Kiel; konkrete Auswirkungen auf Kronshagen lassen sich daraus nicht ableiten.

Vision Zero und Stadtbahn auf der Tagesordnung

Das Tiefbauamt stellt das Verkehrssicherheitskonzept „Vision Zero“ in einer kurzen Präsentation vor. Der Punkt ist zur Kenntnisnahme angesetzt. Daneben soll die Verwaltung über den aktuellen Sachstand der Kieler Stadtbahn berichten. Eine eigene Drucksache ist diesem mündlichen Bericht in der veröffentlichten Tagesordnung bislang nicht zugeordnet.

Mehrere weitere Punkte betreffen die Sicherheit und Organisation des Verkehrs. Der Ausschuss soll über einen Antrag des Beirats für Seniorinnen und Senioren zu Parksensoren an Kreuzungen und Einmündungen entscheiden. Ebenfalls zur Entscheidung stehen eine rote Markierung von Fahrradspuren im Bereich Prinz-Heinrich-Straße, Richthofenstraße und Immelmannstraße sowie ein Antrag zur Verkehrsführung am Skandinaviendamm und an der Melsdorfer Straße.

Westliches Kiel: Verkehrsführung und Veloroute

Für Kronshagen hat die Beratung vor allem dort einen möglichen praktischen Bezug, wo Verkehrsachsen im Kieler Westen behandelt werden. Neben der Verkehrsführung Skandinaviendamm/Melsdorfer Straße liegt ein Antrag des Ortsbeirats Schreventeich/Hasseldieksdamm zur Neuaufteilung der Verkehrsflächen an der Eckernförder Straße auf Höhe des Wilhelmplatzes vor. Ziel des Antrags ist nach seiner Bezeichnung, die dortige Gastronomie zu stärken. Beide Punkte sind zur Entscheidung gestellt; Details zu einer möglichen Umsetzung ergeben sich aus der Tagesordnung allein nicht.

Das Tiefbauamt berichtet außerdem über die Veloroute 2 im Bereich der Immelmannstraße. Die städtische Routenbeschreibung weist die Veloroute als Verbindung durch Mettenhof bis zum Skandinaviendamm aus; dort bindet sie an die Regionsroute nach Melsdorf an. Der konkrete Bericht zur Immelmannstraße steht lediglich zur Kenntnisnahme. Welche Folgen sich daraus für den regionalen Radverkehr ergeben, lässt sich der Tagesordnung allein noch nicht entnehmen.

Mehrwegförderung und Infrastruktur

Das Umweltschutzamt legt mehrere Zero-Waste-Punkte vor. Zur Vorberatung steht die Förderung von Mehrwegverpackungen. Weitere Mitteilungen betreffen das Mehrweggebot bei Veranstaltungen sowie die Mehrwegberatung und den Kieler Mehrwegverbund. Art, Höhe und Empfängerkreis einer möglichen Förderung sollten erst anhand der Ausschussberatung abschließend eingeordnet werden.

Zu den größeren Infrastrukturthemen gehört das Substanzerhaltungskonzept für Kanal und Straße, das zur Vorberatung angesetzt ist. Daneben nimmt der Ausschuss eine Stellungnahme der Verwaltung zur geforderten Sanierungsstrategie für die Kieler Kanalisation zur Kenntnis. Am Klärwerk Bülk soll ein gemeinsames Innovationsprojekt zur Entnahme und dauerhaften Speicherung von CO₂ aus dem Blockheizkraftwerk vorgestellt werden. Der nichtöffentliche Kooperationsvertrag mit einem Unternehmen wird nicht ausgewertet.

Zur Entscheidung stehen außerdem die Beleuchtung des Skaterplatzes Wellsee samt Änderungsanträgen, die Beleuchtung zweier Spielflächen in Gaarden und Mettenhof sowie der Ausbau der Adolf-Westphal-Straße einschließlich einer Signalisierung für Straßen- und Bahnverkehr. Die öffentliche Sitzung beginnt am 1. September um 17 Uhr im Magistratssaal des Kieler Rathauses, Fleethörn 9. Nichtöffentliche Inhalte wurden nicht ausgewertet.

Primärquellen:
Tagesordnung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität
Antrag des Präventionsrats zur Kampagne gegen privates Silvesterfeuerwerk (Drs. 0891/2026)
SSW-Antrag zu Böllerverbotszonen (Drs. 0122/2025-01)