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Kreis · Kreis Rendsburg-Eckernförde

Gettorf: 18,2-Millionen-Plan für neue Sporthalle

Der Schulverband Gettorf und Umgegend will die neue Halle mit zusätzlichen Unterrichtsräumen planen. Auslöser ist auch der Schaden an der alten Sporthalle.

Christian Muschick ·

Bild: Symbolbild: Die Sporthalle der Max-Kienitz-Schule in Britz (Brandenburg). Das Foto zeigt weder Gettorf noch das geplante Gebäude. Foto: Hans G. Oberlack, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons; …

Der Schulverband Gettorf und Umgegend hat sich für eine neue Sporthalle mit zusätzlichen Unterrichtsräumen ausgesprochen. In der Sitzung am 18. August 2026 stimmte die Schulverbandsversammlung nach Angaben des Amtes Dänischer Wohld für die weitergehende Planungsvariante B. Der genannte Kostenpunkt liegt bei 18,2 Millionen Euro.

Vier Klassenräume und zwei Differenzierungsräume

Die Variante umfasst nach der Mitteilung nicht nur die Sporthalle. Vorgesehen sind außerdem vier Klassenräume und zwei Differenzierungsräume. Die Isarnwohld-Schule muss der neuen Entwurfsplanung allerdings noch zustimmen. Erst dann wäre nach Darstellung des Amtes auch das zusätzliche Raumproblem der Schule mit dieser Variante gelöst.

Damit ist eine politische Grundentscheidung für die weitere Planung gefallen. Die Mitteilung enthält jedoch keinen Bauzeitenplan, keine Aufschlüsselung der 18,2 Millionen Euro und keine Angaben dazu, wie der Schulverband die Investition finanzieren will. Aus ihr geht auch nicht hervor, ob zusätzlich ein gesonderter Vergabe- oder Ausführungsbeschluss vorgesehen ist. Der öffentlich mitgeteilte Beschluss ist deshalb nicht mit einem unmittelbar bevorstehenden Baustart gleichzusetzen.

Ein Hallendrittel bleibt gesperrt

Der Handlungsdruck ist groß. Nach einem Wassereinbruch im Juni sei die Tragfähigkeit des Daches der alten Sporthalle beschädigt worden, berichtet das Amt. Ein Hallendrittel bleibe deshalb dauerhaft gesperrt. Das wirke sich auf den Sportunterricht der Isarnwohld-Schule und auf rund 3.500 Freizeitsportlerinnen und Freizeitsportler aus.

Schulverbandsvorsteher Joachim Wendt-Köhler bezeichnete die Entscheidung in der amtlichen Mitteilung als klares Bekenntnis zum Schulstandort Gettorf. Zugleich verwies er auf die angespannte Haushaltssituation und den Kostendruck der beteiligten Gemeinden.

Welche Fragen noch offen sind

Für die weitere Beurteilung des Projekts sind vor allem drei Punkte wichtig: die belastbare Kostenberechnung, der Zeitplan und die Verteilung der Finanzierung auf den Schulverband beziehungsweise seine Mitglieder. Offen ist außerdem, welche Übergangslösung für den Schul- und Vereinssport während der Planung und eines möglichen Baus gilt.

Die bislang veröffentlichte Information beruht auf einer Zusammenfassung des Amtes. Die Beratung selbst fand nach dessen Angaben im nicht öffentlichen Teil der Schulverbandsversammlung statt. Sobald öffentlich zugängliche Planungs- oder Haushaltsunterlagen vorliegen, lässt sich genauer bewerten, welche Leistungen in den 18,2 Millionen Euro enthalten sind und welche finanziellen Risiken verbleiben.

Quelle