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Kreis · Kreis Rendsburg-Eckernförde

Kanaltunnel-App zeigt Sperrungen in Echtzeit

Die Rendsburg-App zeigt jetzt, ob der Kanaltunnel frei oder gesperrt ist. Die Daten kommen vom Landesbetrieb und sollen Umwege und Staus besser planbar machen.

Christian Muschick ·

Wer den Nord-Ostsee-Kanal durch den Rendsburger Straßentunnel queren will, kann den Betriebszustand jetzt in Echtzeit abrufen. Die Rendsburg-App zeigt für beide Fahrtrichtungen und sämtliche Zufahrten an, ob der Tunnel frei oder gesperrt ist. Auf Wunsch informiert sie per Push-Nachricht über Änderungen.

Daten vom Landesbetrieb

Die technischen Zustandsdaten stellt der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein bereit. Über die urbane Datenplattform „DatenDock“ der KielRegion werden sie verarbeitet und in der App dargestellt. Zusätzlich ist der Tunnelstatus als Widget auf der Internetseite der Stadt Rendsburg verfügbar.

Die neue Anzeige soll Verkehrsteilnehmern ermöglichen, früher auf eine Störung zu reagieren und eine andere Route zu wählen. Das kann insbesondere bei kurzfristigen Tunnelsperrungen helfen, zusätzliche Staus an den Zufahrten zu vermeiden.

Weitere Sensorik geplant

Die KielRegion will die Lösung weiterentwickeln. Vorgesehen sind zusätzliche Sensoren, eine genauere Erfassung der Verkehrslage und die Berechnung von Reisezeiten. Damit könnte aus der reinen Frei-oder-gesperrt-Anzeige schrittweise eine umfassendere Routeninformation werden.

Ein Baustein für ein störanfälliges System

Der Kanaltunnel gehört zu den am stärksten belasteten Querungen des Nord-Ostsee-Kanals. Sperrungen wirken sich deshalb schnell auf Pendler, Lieferverkehr und Einsatzwege aus. Verlässliche Echtzeitinformationen sind ein konkreter Fortschritt, ersetzen aber weder technische Ausfallsicherheit noch leistungsfähige Ausweichrouten.

Für Nutzer zählt nun vor allem, wie schnell und zuverlässig Statusänderungen in der App erscheinen. Die geplante Ergänzung um Reisezeiten wäre der nächste Schritt, um nicht nur über eine Sperrung zu informieren, sondern tatsächlich die günstigere Alternative zu zeigen.

Bild: Zufahrt zum Rendsburger Kanaltunnel aus der Luft. Foto: Michael Kramer, CC BY-SA 3.0

Quellen