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Kreis · Kreis Rendsburg-Eckernförde

Windenergie-Regionalplan: Kreis berät Stellungnahme

Der Regionalentwicklungsausschuss kommt am 17. August zu einer Sondersitzung zusammen. Im Mittelpunkt steht die Kreis-Stellungnahme zum zweiten Windenergie-Entwurf für Planungsraum II; eine Beschlussvorlage ist bislang nicht öffentlich.

Christian Muschick ·

Bild: Symbolbild Windkraft. Foto: Jens Cederskjold / CC BY-SA 2.0

Der Regionalentwicklungsausschuss des Kreises Rendsburg-Eckernförde kommt am Montag, 17. August, zu einer Sondersitzung zusammen. Im Mittelpunkt steht eine Stellungnahme zum zweiten Entwurf des Windenergie-Regionalplans für den Planungsraum II. Die Beratung beginnt um 16 Uhr im Kreistagssitzungssaal in Rendsburg.

Entwurf der Kreis-Stellungnahme noch nicht öffentlich

Die Tagesordnung nennt die Stellungnahme als einzigen materiellen Beratungspunkt im öffentlichen Teil. Am 4. August waren dazu jedoch weder eine Vorlagennummer noch ein Beschlussvorschlag, der Wortlaut der geplanten Stellungnahme oder Anlagen öffentlich verlinkt. Auch Kostenangaben und die Zuständigkeit für eine abschließende Entscheidung fehlen in der Agenda.

Damit lässt sich aus den bislang veröffentlichten Sitzungsunterlagen nicht ableiten, welche Änderungen der Kreis unterstützt oder ablehnt. Ebenso bleibt offen, ob der Ausschuss selbst abschließend entscheidet oder eine Empfehlung für ein anderes Kreisgremium vorbereitet. Bis zur Sitzung können Unterlagen oder Nachträge hinzukommen.

Land beteiligt Öffentlichkeit bis 26. August

Der Planungsraum II umfasst die Städte Kiel und Neumünster sowie die Kreise Plön und Rendsburg-Eckernförde. Im zweiten Entwurf sind dort 9.493 Hektar als Vorranggebiete für Windenergie vorgesehen. Innerhalb dieser Gebiete soll die Windenergienutzung Vorrang vor anderen raumbedeutsamen Nutzungen haben.

Landesweit enthalten die drei Entwürfe nach Angaben der Landesregierung 401 Vorranggebiete auf rund 51.950 Hektar. Das entspricht etwa 3,3 Prozent der Landesfläche. Gegenüber dem ersten Entwurf seien 3.488 Hektar entfallen und 2.139 Hektar neu hinzugekommen.

Die erneute Beteiligung läuft vom 16. Juli bis einschließlich 26. August. Stellungnahmen sind diesmal auf die gegenüber dem Entwurf vom Juli 2025 geänderten Teile beschränkt. Für den Kreis Rendsburg-Eckernförde hat das Land 30 Datenblätter zu geänderten Vorranggebieten veröffentlicht. Darin werden unter anderem Siedlungsabstände, Natur- und Artenschutz, Landschaft, Verkehrs- und Strominfrastruktur sowie bereits vorhandene oder genehmigte Windenergieanlagen abgewogen.

Abwägung ist offen – keine Fraktionspositionen dokumentiert

Redaktionelle Einordnung: Für die Ausweisung oder Erweiterung von Vorranggebieten sprechen grundsätzlich die gesetzlichen Flächenziele, Klimaschutz, Versorgungssicherheit und die Nutzung bereits vorgeprägter Räume. Dagegen können im Einzelfall Siedlungsabstände, Arten- und Landschaftsschutz, eine mögliche Umfassung von Ortslagen oder Konflikte mit anderer Infrastruktur sprechen. Welche dieser Belange der Kreis in seiner Stellungnahme konkret gewichten will, ist öffentlich noch nicht dokumentiert.

Auch Positionen einzelner Fraktionen zu dieser Sondersitzung gehen aus den geprüften öffentlichen Unterlagen nicht hervor. Die Tagesordnung erlaubt deshalb noch keine belastbare Pro-und-Contra-Zuordnung zu politischen Gruppen.

Für Kronshagen bislang nur mittelbarer Bezug

Kronshagen wird in den 30 veröffentlichten Datenblättern zu den geänderten Vorranggebieten im Kreis nicht als Standortgemeinde genannt. Eine konkrete Änderung eines Vorranggebiets auf Kronshagener Gemeindegebiet ist daraus nicht ersichtlich. Mittelbar ist Kronshagen dennoch betroffen: Die Gemeinde gehört zum Kreis und zum Planungsraum II, dessen künftige Flächenverteilung der Kreis nun politisch begleitet.

Der öffentliche Sitzungsteil ist von 16 bis 16.45 Uhr angesetzt. Neben dem Windenergie-Thema stehen die Einwohnerfragestunde, Anfragen sowie die Niederschrift der Sitzung vom 10. Juni auf der Tagesordnung.

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