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Gesellschaft · Kronshagen

Seniorenbeirat: Das wollen die 13 Kandidierenden

13 Menschen bewerben sich um sieben direkt gewählte Sitze im Kronshagener Seniorenbeirat. Ihre Schwerpunkte reichen von Angeboten gegen Einsamkeit über Barrierefreiheit bis zu verständlicher Beratung und generationenübergreifender Hilfe.

Christian Muschick ·

Bild: Vorstellung der Kandidierenden zur Seniorenbeiratswahl im Bürgerhaus. Foto: Christian Muschick/kronshagen.news; ausschließlich tatsächlich erkennbare Gesichter wurden redaktionell kleinteilig …

Die 13 Kandidatinnen und Kandidaten für den neuen Kronshagener Seniorenbeirat haben sich am Donnerstagabend im Bürgerhaus vorgestellt. Sie bewerben sich um sieben direkt gewählte Sitze. In ihren veröffentlichten Selbstdarstellungen reichen die Schwerpunkte von Begegnungsangeboten gegen Einsamkeit über Barrierefreiheit und verständliche Beratung bis zur Sicherung von Ärzten und Geschäften.

Die Angaben sind unterschiedlich ausführlich. Die folgende Übersicht fasst die von den Kandidierenden selbst genannten Ziele zusammen, ohne daraus eine Rangfolge abzuleiten.

Begegnung, Teilhabe und ein gutes Miteinander

Silke Bernitt möchte die soziale Verbundenheit älterer Menschen stärken. Ihr geht es um erreichbare Angebote, die Teilhabe ermöglichen und Einsamkeit entgegenwirken.

Ulrike Bork will die bestehende Infrastruktur mit Ärzten und Geschäften erhalten und möglichst erweitern. Außerdem setzt sie auf Kontakte zwischen den Generationen, bei denen Jüngere und Ältere einander im Alltag unterstützen.

Marion Gottschalk möchte die Interessen der in Kronshagen lebenden Seniorinnen und Senioren im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten vertreten.

Sabine Klinkowski verweist auf ihre bisherige Arbeit im Seniorenbeirat. Sie will Angebote wie Mittagstisch, Seniorenfrühstück, Filmcafé, Spielenachmittage, Beratung sowie „Platt und Punsch“ fortführen.

Maren Lorenz möchte älteren Menschen ein altersgerechtes Leben auch außerhalb der eigenen Wohnung erleichtern. Damit verbindet sie besonders das Thema Alleinsein im Alter.

Barrierefreiheit, Nachbarschaft und Infrastruktur

Uwe Moog will Kronshagens Charakter als grüne Gartenstadt bewahren und ein harmonisches Zusammenleben der Generationen fördern. Konflikte etwa zwischen Fußgängern und Radfahrern möchte er benennen und konstruktive Lösungen entwickeln.

Friedrich Müller nennt als Ziel, die Interessen der in der Gemeinde lebenden Seniorinnen und Senioren im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten zu vertreten.

Karl-Heinz Pliete setzt drei Schwerpunkte: Generationenausgleich, Barrierefreiheit und niedrigere Zugangsschwellen. Angebote sollen sowohl analog als auch digital für alle Altersgruppen erreichbar sein.

Elisabeth Ratzow verbindet mehrere Vorhaben: mehr Wertschätzung für ältere Menschen, stärkere Nachbarschaften und den Abbau von Barrieren. Sie schlägt eine Gemeindeschwester oder einen „Kümmerer“ vor und wirbt dafür, dass sich mehr ältere Menschen in die soziale Arbeit einbringen. Zugleich möchte sie, dass Vorschläge des Beirats innerhalb der Gemeinde stärker beachtet und die bestehenden Begegnungsangebote fortgeführt werden.

Beratung, digitale Hilfe und konkrete Angebote

Peter Schmidt möchte begonnene Projekte fortsetzen, Ansprechpartner für ältere Menschen sein und das Miteinander von Jung und Alt fördern. Dazu gehört für ihn auch eine gute Zusammenarbeit mit den politischen Gremien.

Christian Teufel will Beratungsangebote und aktuelle Informationen verständlich und auch ohne Smartphone oder Tablet zugänglich machen. Mittagstisch, Musikcafé und Filmabende sollen ausgebaut werden. Zudem nennt er die Modernisierung des Bürgerhauses und ein neues gastronomisches Angebot als Ziele.

Evelyn Ufer setzt auf Kontakte zwischen den Generationen und auf soziale Beziehungen in der Nachbarschaft. Vorhaben der Gemeinde möchte sie daraufhin prüfen, ob sie den Bedürfnissen der Generation über 60 gerecht werden.

Wiebke Wellendorf stellt Angebote gegen Einsamkeit in den Mittelpunkt. Sie nennt Klönschnacktreffen im Bürgerhaus, Hausbesuche, eine gemeinsam mit Schülerinnen, Schülern oder Studierenden organisierte Einkaufshilfe, Unterstützung bei Smartphone und Computer sowie Ausflüge.

Sieben Stimmen für 13 Kandidierende

Die Wahl wird als Briefwahl durchgeführt. Jede wahlberechtigte Person kann bis zu sieben der 13 Kandidierenden ankreuzen. Wahlberechtigt sind Kronshagenerinnen und Kronshagener, die am Wahltag mindestens 60 Jahre alt sind, ihren Hauptwohnsitz in der Gemeinde haben und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind.

Die Wahlbriefe müssen spätestens am Donnerstag, 10. September 2026, um 18 Uhr bei der Gemeinde eingehen. Die Auszählung ist für den 11. September vorgesehen; am 8. Oktober soll sich der neue Seniorenbeirat konstituieren.

Quellen: Gemeinde Kronshagen: Kandidierendenprofile, Ziele und Wahlverfahren · Gemeinde Kronshagen: Vorstellungsveranstaltung zur Seniorenbeiratswahl · eigene Beobachtung und Foto: Christian Muschick/kronshagen.news