Der Kreis Rendsburg-Eckernförde hat mit Mitteln des Bundespakts für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) 18,5 Vollzeitäquivalente geschaffen – Stichtag ist der 31. Dezember 2025. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung hervor, die der Landtag am 23. Juli 2026 veröffentlicht hat. Gefragt hatte die FDP-Abgeordnete Annabell Krämer.
Der Pakt läuft von 2021 bis 2026. Der Bund finanziert damit zusätzliches Personal im Öffentlichen Gesundheitsdienst – auch in den kommunalen Gesundheitsämtern.
Vollzeitäquivalente sind keine Stellen
Auf diesen Unterschied weist die Landesregierung ausdrücklich hin, und er ist erheblich: Als zusätzliches Vollzeitäquivalent zählt auch, wenn eine bereits bestehende Teilzeitstelle aufgestockt wird. Hinter 18,5 Vollzeitäquivalenten stehen also nicht zwangsläufig 18 oder 19 neue Beschäftigte. Wie viele Stellen tatsächlich neu entstanden sind, lässt sich den Zahlen nicht entnehmen.
Im Vergleich der Kreise
Rendsburg-Eckernförde liegt im Mittelfeld. Deutlich mehr Personal haben Pinneberg (30) und Segeberg (23) aufgebaut. Ähnlich viel wie Rendsburg-Eckernförde verzeichnen Ostholstein (16,38), Stormarn (15,5) und Nordfriesland (15).
Vollständig ist diese Übersicht nicht: Weder die Kommunen noch der Bund müssen der Landesregierung regelmäßig Bericht erstatten.
Was ab 2027 passiert, ist offen
Bislang ist kein Vollzeitäquivalent aus der Förderung herausgefallen – die Bedingungen des Pakts gelten für 2021 bis 2026 unverändert. Was nach dessen Auslaufen Ende 2026 mit den aufgebauten Kapazitäten geschieht, sagt die Antwort der Landesregierung nicht.
Unabhängig vom ÖGD-Pakt beteiligt sich der Kreis am dreijährigen Modellprojekt „Kommunale Präventionsketten“, das Jugendhilfe, Bildung und Gesundheit enger verzahnen soll. Dafür wurden für 2025 bis 2027 eine halbe Stelle und zehn zusätzliche Wochenstunden eingerichtet.





