Start / Politik / Kreis-Hauptausschuss: Rettungsdienst, Wohnen und Sport

Kreis-Hauptausschuss: Rettungsdienst, Wohnen und Sport

Kreishaus – Amtsgebäude des Kreises Rendsburg-Eckernförde

Der Hauptausschuss des Kreises Rendsburg-Eckernförde berät am Donnerstag über Rettungsdienst, soziale Wohnraumvermittlung, ein Wohnhaus für Menschen mit hohem Assistenzbedarf, Sportstättenförderung, Zulassungsstellen und digitale Verwaltung.

Zuletzt aktualisiert am 21. Juli 2026: Ergänzt wurden die SPD-Anfrage zur bestätigten Schließung des Wohnhauses Rosseer Weg sowie die bereits vorliegenden Stellungnahmen von Betreiber und Kreis. Erstveröffentlichung: 21. Juli 2026.

Kurz zusammengefasst

  • Termin: Donnerstag, 23. Juli 2026, 17 Uhr, Kreistagssitzungssaal in Rendsburg. Der öffentliche Teil wird nach Angaben des Kreises digital übertragen.
  • Wohnhaus Rosseer Weg: Die SPD fragt nach der gegenüber kronshagen.news bestätigten Schließung zum Jahresende und den Folgen für 17 Bewohner. Eine förmliche Verwaltungsantwort liegt in den öffentlichen Sitzungsunterlagen bislang nicht vor.
  • Housing First: Für das Projekt „4Wände“ des Diakonischen Werks sollen 2026 noch 154.000 Euro freigegeben werden. Für 2027 und 2028 sind vorbehaltlich der Haushalte jeweils 204.000 Euro vorgesehen – insgesamt 562.000 Euro.
  • Sportstätten: Grüne und SPD wollen 250.000 Euro von 450.000 Euro gesperrten Fördermitteln freigeben. 200.000 Euro sollen in den Gesamthaushalt zurückfließen.
  • Rettungsdienst: Die Kreisverwaltung warnt vor einer strukturellen Finanzierungslücke durch geplante Bundesregelungen. Eine konkrete Belastung allein für den Kreis ist noch nicht beziffert.
  • Zulassungsstelle Altenholz: Kiel beendet die Kooperation zum Jahresende. Der Kreis prüft alle vier Standorte; eine Schließung in Altenholz ist nicht beschlossen.
  • Fraktionspositionen: Vorab dokumentiert sind vor allem Initiativen von SPD, Grünen, SSW und AfD. Für CDU, FDP und WGK fehlen zu vielen Punkten veröffentlichte aktuelle Aussagen.

Die öffentlichen Sachpunkte im Überblick

TOP Thema Was ansteht Kronshagen-Bezug
3.1/3.1.1 IT-Etat und AfD-Anfrage Kenntnisnahme von 23 Fragen zu einer um 8,352 Millionen Euro veränderten IT-Finanzplanung und der Verwaltungsantwort Mittelbar über Kreisumlage, IT-Sicherheit und Leistungsfähigkeit der Verwaltung
3.2 Wohnhaus Rosseer Weg Kenntnisnahme einer SPD-Anfrage zur angekündigten Schließung und zu möglichen Hilfen des Kreises; Antworten sind noch nicht veröffentlicht Kein konkreter Kronshagen-Bezug belegt; mittelbare Bedeutung für die kreisweite Eingliederungshilfe
5.1 Rettungsdienst Kenntnisnahme der Risiken geplanter Bundesreformen Unmittelbar für Notfallversorgung und mittelbar finanziell
6 Interreg Bilanz des deutsch-dänischen EU-Programms und Vorbereitung der Förderperiode 2028 bis 2034 Das IQSH in Kronshagen ist in der Projektliste vertreten
7.1 Ecosia Entscheidung über Ecosia als Standardsuchmaschine auf Kreis- und Schulgeräten Schulen in Kreisträgerschaft und rund 1.300 Verwaltungsgeräte wären erfasst
8.1 Sportstättenförderung Entscheidung über Freigabe von 250.000 Euro Potenziell; noch kein Kronshagener Empfänger benannt
9 Housing First Freigabe von 154.000 Euro und Vorentscheidung für 2027/28 Kreisweites Hilfsangebot, grundsätzlich auch für Menschen aus Kronshagen
10 Zulassungsstellen Zwischenbericht zur Prüfung aller vier Standorte Altenholz ist für Kronshagen besonders gut erreichbar
11.1/11.2 Integrationsprojekte 2.000 Euro für Interkulturelle Wochen und 2.746 Euro für „Gemeinsam Wachsen“ Derzeit kein spezifischer Kronshagen-Bezug belegt
12.1/12.2 Organisation und Digitalisierung Neues „Büro des Landrats“ und Bericht über mehr als 80 digitalisierte oder optimierte Prozesse Digitale Kreisleistungen werden auch von Kronshagenern genutzt
13.1 Rechnungsprüfung Formale Abberufung des bisherigen Prüfungsamtsleiters Verwaltungsintern; mittelbare Bedeutung für unabhängige Kontrolle

Nachtrag: SPD fragt nach Wohnhaus am Rosseer Weg

Die am 21. Juli veröffentlichte Tagesordnung enthält nun zusätzlich eine Anfrage der SPD-Kreistagsfraktion. Fraktionsvorsitzende Anke Göttsch schreibt unter Berufung auf Medienberichte, das Wohnhaus am Rosseer Weg in Eckernförde solle zum Jahresende geschlossen werden. Nach Angaben der SPD begründe der Betreiber dies mit fehlendem Fachpersonal und fehlender wirtschaftlicher Tragfähigkeit. Betroffen seien 17 schwerbehinderte Bewohner, von denen einige seit Jahrzehnten dort lebten.

Die öffentliche Vorlage enthält die Anfrage, aber noch keine förmliche Antwort der Kreisverwaltung und keine eigene Betreibererklärung. Unabhängig davon haben die Stiftung Leben mit Behinderung und der Kreis die Schließung gegenüber kronshagen.news schriftlich bestätigt. Der Träger nennt insbesondere fehlendes Fachpersonal und nicht refinanzierte Kosten notwendiger Zeitarbeit. Der Kreis ist nach eigener Auskunft für zwei der 17 Bewohner Träger der Eingliederungshilfe, sucht mit den Beteiligten nach Anschlusslösungen und sieht keine rechtliche Möglichkeit, die unternehmerische Schließungsentscheidung zu verhindern. Die Betreiberseite führt das Wohnhaus weiterhin als besondere Wohnform nach dem SGB IX und nennt eine Kapazität für 22 Menschen mit hohem Assistenz- und Tagesstrukturbedarf. Die 22 Plätze sind nicht mit den 17 derzeit betroffenen Bewohnern gleichzusetzen.

Die SPD will wissen, ob der Betreiber den Kreis um Unterstützung gebeten hat, was der Kreis bereits tun konnte oder noch tun könnte und was nötig wäre, um die Schließung rückgängig zu machen. Der Kreis entscheidet bei Leistungsberechtigten im Gesamt- oder Teilhabeplanverfahren über Eingliederungshilfe und deren Finanzierung. Seine Wohnpflegeaufsicht schützt und berät Bewohner und überwacht je nach Einrichtungsform die gesetzlichen Anforderungen. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass der Kreis einen privaten Träger zum dauerhaften Weiterbetrieb verpflichten kann.

Redaktionelle Einordnung: Die Anfrage verlangt angesichts möglicher Umzüge von Menschen mit hohem Assistenzbedarf eine belastbare öffentliche Klärung. Offen sind insbesondere Ersatzangebote, Entfernung und Qualität möglicher neuer Wohnplätze, die Beteiligung der Bewohner und Angehörigen sowie die konkrete Personal- und Finanzierungsfrage. Ein Sachbeschluss über den Fortbestand des Hauses steht mit TOP 3.2 nicht zur Entscheidung; der Hauptausschuss soll die Anfrage zunächst zur Kenntnis nehmen.

Ein spezifischer Bezug zu Kronshagen ist nicht dokumentiert. Mittelbar ist das Thema kreisweit relevant, weil Eingliederungshilfe und die Verfügbarkeit spezialisierter Wohnangebote zur sozialen Infrastruktur des Kreises gehören.

AfD-Anfrage: 8,352 Millionen Euro mehr geplanter IT-Fehlbetrag

Die Anfrage bezieht sich auf den Teilhaushalt „IT-Management und Digitalisierung“. Thorsten Uhrbrock, parteiloses Mitglied der AfD-Fraktion, vergleicht zwei Planungsstände für dasselbe Jahr 2026: In der mittelfristigen Finanzplanung von 2023 war ein Finanzmittelfehlbetrag von 5.138.800 Euro vorgesehen, in der 2025 erstellten Planung für 2026 sind es 13.490.800 Euro. Die Differenz beträgt 8.352.000 Euro beziehungsweise 162,53 Prozent des früher geplanten Fehlbetrags.

Wichtig ist die Bezugsgröße: Das ist zunächst eine Abweichung zwischen einer älteren Prognose und einem später aktualisierten Haushaltsplan – keine Feststellung, dass bereits 8,352 Millionen Euro mehr ausgegeben wurden. Auch bedeutet die Prozentzahl nicht, dass sämtliche IT-Kosten um 162,53 Prozent gestiegen sind. Sie beschreibt den Anstieg des geplanten Finanzmittelfehlbetrags, also der im Teilhaushalt erwarteten Lücke zwischen Ein- und Auszahlungen.

Die 23 Fragen der AfD verlangen eine Aufteilung der Kostensteigerungen nach Personal, Hard- und Software, Lizenzen, Investitionen, externen Dienstleistern und Umlagen an den IT-Zweckverband kommunit. Gefragt wird außerdem nach neuen Projekten, gesetzlichen Pflichten, verschiebbaren Vorhaben, Einsparungen, Kosten je Einwohner oder Beschäftigten, Alternativen zu kommunit sowie möglichen Einsparungen durch Automatisierung und Künstliche Intelligenz. Uhrbrock möchte auch wissen, ob eine Rückkehr zum alten Fehlbetrag realistisch wäre und welche Projekte dafür gestrichen oder gestreckt werden könnten.

Die Verwaltung bestätigt die Größenordnung nicht Punkt für Punkt, widerspricht dem Vergleich aber auch nicht. Sie nennt als Ursachen Tarif- und Preissteigerungen, teurere Hard- und Software, Lizenzen und Wartung, höhere Anforderungen an Datenschutz und Informationssicherheit, den Ausbau der Digitalisierung, die Modernisierung der Infrastruktur und veränderte Leistungen und Umlagen von kommunit. Eine verursachungsgerechte Aufteilung der 8.352.000 Euro auf einzelne Kostenarten liege jedoch nicht vor; auch Projektlisten, Euro-Einsparpotenziale, Kreisvergleiche und Wirtschaftlichkeitsvergleiche zwischen Eigenbetrieb, kommunit und externen Anbietern werden nicht geliefert.

Was bezweckt die Anfrage?

Aus dem Wortlaut lassen sich drei Ziele ableiten. Erstens will die AfD vor den nächsten Haushaltsberatungen politischen Druck für eine detailliertere Kostenerklärung aufbauen. Zweitens stellt sie die Qualität von Planung und Controlling infrage. Drittens verbindet sie die Kostenkritik mit einer eigenen Effizienzagenda: mehr KI und Automatisierung, Prüfung alternativer Betriebsmodelle und notfalls Verschiebung oder Streichung von Projekten.

Ein Kreistagsmitglied darf und soll erhebliche Planänderungen hinterfragen und so Kontrolle ausüben. Gerade weil die Verwaltungsantwort die Mehrkosten nur allgemein erklärt, macht die Anfrage eine reale Transparenzlücke sichtbar.

Allerdings: Eine drei Jahre alte Prognose ist keine verbindliche Kostenobergrenze, und ein höherer Fehlbetrag ist nicht automatisch Verschwendung. Sicherheitsanforderungen, gesetzliche Pflichten, Tarifsteigerungen und notwendige Infrastruktur lassen sich nicht ohne Folgen wegkürzen. Zudem ist KI zunächst selbst ein Investitions-, Datenschutz- und Organisationsprojekt; belastbare Einsparungen oder wegfallende Stellen kann die Verwaltung derzeit nicht beziffern.

Digitalisierung: Was bereits umgestellt wurde – und was noch folgt

Grundlage der Punktes ist eine 2018 mit der Kreispolitik verabschiedete Digitalisierungsstrategie. Nach Darstellung der Verwaltung wurden die wesentlichen und wirtschaftlich sinnvollen Leistungen aus dem Onlinezugangsgesetz, kurz OZG, umgesetzt. Das OZG zielt darauf, Verwaltungsleistungen auch elektronisch zugänglich zu machen. „Digitalisiert oder optimiert“ bedeutet im Bericht allerdings nicht immer, dass ein Vorgang vom Antrag bis zum Bescheid vollständig medienbruchfrei online läuft.

Akten und interne Arbeitsabläufe: Digitale Akte, Vertragsverwaltung und elektronischer Posteingang seien in großen Teilen eingeführt. Ein Dienstleister habe mehr als 100.000 Papierakten gescannt. Parallel laufen die flächendeckende E-Akte, das Scannen weiterer Bestände und Schnittstellen zwischen Fachverfahren. Akten sollen damit ortsunabhängig auffindbar und bearbeitbar sein; mobiles Arbeiten wird in vielen Bereichen möglich.

Rechnungen und Routinearbeit: Der Software-Roboter „Robbie“ verarbeitet nach Kreisangaben etwa 30.000 Eingangsrechnungen pro Jahr. RPA steht für „Robotic Process Automation“: Ein Programm überträgt regelbasierte Daten zwischen Systemen, ohne selbst politische oder fachliche Entscheidungen zu treffen. Als Nächstes sollen täglich rund 80 Ausgangsrechnungen im Finanzbereich und etwa 80 Eingangsrechnungen der Eingliederungshilfe automatisiert in die Fachsoftware übertragen werden.

Dienste für Bürgerinnen und Bürger: Drei selbst entwickelte Onlineangebote der Bauaufsicht sollen rund 2.800 Anrufe pro Jahr vermeiden. Bei Einbürgerungsanträgen nennt der Bericht durch digitale Akte und Signaturpads eine Zeitersparnis von rund 17 Minuten je Vorgang. Bestellung, Verwaltung und Abrechnung des Deutschlandschultickets laufen laut Vorlage vollständig digital. Ein vorhandener Chatbot fange bis zu 150 Anrufe pro Monat ab.

Geplant: 47 weitere Prozesse befinden sich nach Verwaltungsangaben in Planung oder Umsetzung. Eine KI-Telefonassistenz soll bis zu 400 Anrufe am Tag bearbeiten. Generative KI ist für Berichte, Dokumentation und Haushaltsprognosen vorgesehen. Außerdem prüft der Kreis, den Posteingang extern scannen, sortieren und anschließend rein digital verteilen zu lassen.

Was kommunit damit zu tun hat: kommunit ist kein privater Softwarekonzern, sondern ein kommunaler IT-Zweckverband in der Rechtsform einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Er stellt für seine Mitglieder Arbeitsplätze, Infrastruktur und Fachanwendungen bereit. Sowohl der Kreis als auch die Gemeinde Kronshagen werden von kommunit als Mitglieder geführt. Die laufende Migration der Kreis-IT zu kommunit soll vereinheitlichen und Synergien schaffen, erzeugt aber auch Umlagen und eine Abhängigkeit von gemeinsam beschlossenen Leistungen.

Was die Erfolgszahlen noch nicht beweisen: Mehr als 80 bearbeitete Prozesse und 100.000 gescannte Akten sind Leistungsangaben der Verwaltung, keine unabhängige Wirtschaftlichkeitsprüfung. Der Bericht nennt kaum Projektkosten, Fehlerquoten, Bearbeitungszeiten vor und nach der Umstellung, Datenschutzvorfälle oder tatsächlich eingesparte Stellen. Genau hier berührt sich der Digitalisierungsbericht mit der AfD-Anfrage: Die Verwaltung beschreibt viele Ergebnisse, stellt Kosten und Nutzen aber nicht projektweise gegenüber.

Für Kronshagen ist das praktisch relevant: Viele Kreisleistungen – von Bauaufsicht und Einbürgerung bis zu Sozial- und Verkehrsangelegenheiten – werden von Einwohnerinnen und Einwohnern der Gemeinde genutzt. Zugleich ist Kronshagen selbst kommunit-Mitglied; gemeinsame technische Plattformen können Chancen für standardisierte Dienste bieten, ohne dass Kreis- und Gemeindehaushalt deshalb identisch wären.

Ecosia als Standardsuchmaschine

Die SPD beantragt, Ecosia auf allen technisch zentral verwaltbaren dienstlichen Geräten sowie den pädagogischen Geräten der Schulen in Kreisträgerschaft als Standardsuchmaschine einzustellen. Gemeint sind stationäre Rechner, Notebooks, Tablets und Smartphones. Der Antrag verweist auf knapp 1.300 Windows-Geräte des Kreises; mobile Systeme kämen hinzu. Er verlangt eine Voreinstellung, aber kein Verbot anderer Suchmaschinen.

Was ist Ecosia? Ecosia ist eine in Berlin ansässige Suchmaschinenbetreiberin. Das Unternehmen verdient vor allem an gekennzeichneten Suchanzeigen und erklärt, sämtliche Gewinne für Klimaschutz einzusetzen, überwiegend für Baumpflanzprojekte. Monatliche Finanzberichte sollen Einnahmen und Mittelverwendung transparent machen. Die Suchoberfläche und das Geschäftsmodell stammen damit aus Europa.

Woher kommen die Suchergebnisse? Ecosia betreibt noch keinen weltweit vollständigen eigenen Index. Je nach Land, Gerät und Einwilligung stammen Ergebnisse und Anzeigen von Microsoft Bing, Google oder der European Search Perspective, kurz EUSP. EUSP ist ein gemeinsamer europäischer Index von Ecosia und Qwant, war nach Ecosias Angaben im März 2026 aber zunächst nur in Frankreich verfügbar. Für die Nutzung in Deutschland bedeutet Ecosia daher derzeit mehr europäische Einflussnahme, aber keine vollständige technische Unabhängigkeit von US-Suchinfrastruktur.

Was bedeutet das für den Datenschutz? Ecosia erklärt, Suchbegriffe, IP-Adresse und technische Daten nur im erforderlichen Umfang zu verarbeiten, personenbezogene Daten nicht zu verkaufen und die IP-Adresse intern nach spätestens sieben Tagen zu anonymisieren. Zugleich werden für Suchergebnisse und Anzeigen notwendige Daten an Suchpartner übermittelt. Nach Angaben Ecosias anonymisiert Microsoft IP-Adressen nach sechs Monaten; bei mit Einwilligung gelieferten Google-Ergebnissen nennt Ecosia neun Monate. Eine Umstellung ersetzt deshalb keine Datenschutzprüfung für dienstliche Nutzung.

Wie viel digitale Souveränität entsteht wirklich? Die Voreinstellung würde Suchanfragen und Werbeerlöse teilweise zu einem europäischen, klimaschutzorientierten Anbieter verlagern und dessen eigenen Indexaufbau unterstützen. Sie ändert aber weder Betriebssysteme, Browser, Cloud-Dienste, Bürosoftware noch die übrige Kreis-IT. Der Effekt auf digitale Souveränität ist deshalb real, aber begrenzt – eher ein kleiner Beschaffungs- und Nutzungsschritt als ein grundlegender Systemwechsel.

Abwägung: Für den Antrag sprechen ein sichtbares Nachhaltigkeitssignal, ein europäischer Anbieter und die Förderung einer entstehenden europäischen Suchinfrastruktur. Vor einer zentralen Umstellung sollten Suchqualität, Datenschutzkonfiguration, Barrierefreiheit, technische Ausnahmen und der Administrationsaufwand geprüft werden. Die veröffentlichte Vorlage enthält weder eine Kostenabschätzung noch eine detaillierte Stellungnahme der Kreis-IT. Andere Fraktionen haben ihre Position zum SPD-Antrag vorab nicht veröffentlicht.

Kurz erklärt: Was hinter den Programmnamen steckt

Begriff Wofür er steht Was hier konkret gemeint ist
OZG Onlinezugangsgesetz Verwaltungsleistungen sollen elektronisch beantragt beziehungsweise abgewickelt werden können.
RPA/„Robbie“ Regelbasierte Software-Automatisierung Wiederkehrende Rechnungsdaten werden automatisch zwischen Systemen übertragen.
kommunit Kommunaler IT-Zweckverband Gemeinsame IT-Infrastruktur und Anwendungen für Kreis, Kronshagen und weitere öffentliche Mitglieder.
EUSP European Search Perspective Von Ecosia und Qwant aufgebauter europäischer Suchindex, bislang noch nicht flächendeckend verfügbar.
Housing First/„4Wände“ Direkter Zugang zu regulärem Wohnraum Menschen mit großen Vermittlungshürden sollen einen eigenen Mietvertrag und freiwillige Begleitung erhalten.
Interreg 6A EU-Förderung für benachbarte Grenzregionen Deutsch-dänische Projekte zu Innovation, Klima, Bildung, Kultur, Verwaltung und Bürgerbegegnung.
Interkulturelle Wochen Veranstaltungsreihe für Begegnung und Teilhabe Der Kreis soll Programmhefte und Plakate für Termine in Rendsburg und Eckernförde finanzieren.
„Gemeinsam Wachsen“ Integrationsprojekt an einer Sozialküche Menschen unterschiedlicher Herkunft bauen Hochbeete, gärtnern und kochen gemeinsam.

Sportstätten: 250.000 Euro sollen freigegeben werden

Die Sportstättenförderung ist kein einzelnes Bauprojekt des Kreises, sondern ein freiwilliges Zuschussprogramm für Sanierungen und Erneuerungen kommunaler beziehungsweise vereinsbezogener Sportinfrastruktur. Im Haushalt stehen dafür 450.000 Euro, die bislang mit einem Sperrvermerk versehen sind. Das bedeutet: Das Geld ist eingeplant, darf aber erst nach einer politischen Freigabe ausgegeben werden.

Grüne und SPD beantragen gemeinsam, 250.000 Euro davon freizugeben. Nach ihrem Antrag bestehen für bereits bewilligte Maßnahmen eine Deckungslücke von 117.489,22 Euro und für 2025 eingegangene, noch nicht bewilligte Anträge ein Bedarf von 127.549,61 Euro. Zusammen sind das 245.038,83 Euro; der Antrag rundet auf 250.000 Euro auf. Über die noch nicht bewilligten Anträge soll der zuständige Fachausschuss am 28. September beraten. Die verbleibenden 200.000 Euro sollen in den Gesamthaushalt 2026 zurückfließen. Der Beschluss würde also keine zusätzlichen 450.000 Euro schaffen, sondern einen bereits veranschlagten Betrag teilweise nutzbar machen.

Positionen: SPD und Grüne begründen die Förderung mit dem Erhalt der Infrastruktur, dem Nutzen für Vereine und Kommunen sowie der Vermeidung späterer höherer Sanierungskosten. Aktuelle schriftliche Positionen von CDU, SSW, AfD, FDP und WGK zu diesem Antrag sind in den vorab veröffentlichten Unterlagen nicht enthalten.

Pro: Bereits zugesagte Maßnahmen können abgeschlossen und dringende Sanierungen bearbeitet werden. Die Förderung kann kommunale und vereinseigene Investitionen auslösen. Contra: Es handelt sich um eine freiwillige Kreisleistung in angespannter Haushaltslage. Die Rückführung von 200.000 Euro verbessert zwar den Gesamthaushalt, beendet aber nicht die Grundsatzfrage, ob und in welcher Höhe das Programm ab 2027 fortgesetzt wird.

Für Kronshagen: Ein konkretes Kronshagener Projekt wird in dieser Vorlage nicht genannt. Eine unmittelbare Förderung darf daher noch nicht angenommen werden. Kommunen und Vereine im Kreis profitieren aber grundsätzlich von der Förderstruktur.

Rettungsdienst: Reform ja – Finanzierung umstritten

Die Vorlage begrüßt Ziele der geplanten Notfallreform: die Vernetzung von 112 und 116117, digitale Ersteinschätzung, integrierte Notfallzentren, Telemedizin und eine bessere Patientensteuerung. Gleichzeitig warnt der Kreis vor Eingriffen in kommunale Zuständigkeiten und einer Begrenzung der Rettungsdienstfinanzierung an die Grundlohnsumme.

Eine rückblickende Modellrechnung für alle elf Kreise und vier kreisfreien Städte Schleswig-Holsteins kommt für 2016 bis 2024 auf tatsächliche Rettungsdienstkosten von rund 495 Millionen Euro, denen bei Anwendung der geplanten Begrenzung nur rund 233 Millionen Euro gegenübergestanden hätten. Die rechnerische Lücke von rund 262 Millionen Euro ist keine Prognose für Rendsburg-Eckernförde oder Kronshagen, sondern ein landesweites rückblickendes Szenario.

Pro Reform: Bessere Steuerung kann Notaufnahmen und Rettungswagen von vermeidbaren Fällen entlasten. Einheitliche Qualitätsstandards können Versorgung vergleichbarer machen. Gegenargumente und Risiken: Wenn Standards vom Bund gesetzt werden, Kostensteigerungen aber bei Kreisen verbleiben, entsteht ein Verantwortungs- und Finanzierungsproblem. Die Vorlage beziffert noch nicht, wie hoch das konkrete Risiko für den Kreis, die RKiSH oder die Kreisumlage wäre.

Für Kronshagen ist dies einer der unmittelbarsten Punkte der Sitzung: Rettungswagen, Leitstellen und Notfallstrukturen gehören zur Daseinsvorsorge. Eine Finanzierungslücke könnte Investitionen, Vorhaltung und kommunale Haushalte berühren.

Housing First: 562.000 Euro für das Projekt „4Wände“

Der Sozial- und Gesundheitsausschuss hat nach einem Interessenbekundungsverfahren mehrheitlich das Diakonische Werk für die Umsetzung empfohlen. Das Projekt „4Wände“ soll Menschen mit besonderen Vermittlungshindernissen möglichst direkt in reguläre Mietverhältnisse bringen. Unterstützungsleistungen sollen freiwillig und vom Mietvertrag getrennt bleiben.

Housing First ist damit weder ein Wohnungsbauprogramm noch nur eine klassische Notunterkunft. Der Ansatz kehrt die häufige Stufenlogik um, nach der Betroffene zunächst Beratung, Therapie oder Übergangswohnen erfolgreich durchlaufen müssen. Ausgangspunkt ist stattdessen eine möglichst normale, dauerhafte Wohnung; Hilfen werden anschließend angeboten, ohne den Mietvertrag an ihre Annahme zu koppeln. Das Kreisprojekt muss die Wohnungen allerdings erst bei privaten und institutionellen Vermietern akquirieren.

Zur Zielgruppe zählen unter anderem Menschen nach langer Wohnungslosigkeit, mit psychischen oder Suchterkrankungen, nach Haftentlassung, mit Überschuldung oder nach dem Verlassen von Jugendhilfe- und anderen Einrichtungen. Geplant sind ein Netzwerk privater und institutioneller Vermieter, Wohnungsakquise, Begleitung bei Besichtigungen und Mietvertragsabschluss sowie eine Übergangsbegleitung von bis zu drei Monaten.

Ein Sicherungsfonds soll Mietausfälle oder Wohnungsschäden absichern. Das Konzept nennt als Erfolgskennzahlen unter anderem akquirierte Wohnungen, erfolgreiche Vermittlungen, Dauerhaftigkeit der Mietverhältnisse und Zufriedenheit von Mietern und Vermietern. Der Träger weist selbst auf das größte Risiko hin: Bezahlbarer Wohnraum ist knapp, und bei einzelnen Betroffenen kann eine deutlich längere Begleitung nötig sein.

Kosten: Der Beschlussvorschlag umfasst 154.000 Euro für 2026 sowie jeweils 204.000 Euro für 2027 und 2028. Das ergibt 562.000 Euro. Die beigefügte Projektkalkulation weist für 2026 voraussichtliche Ausgaben von 113.009,91 Euro aus; die Differenz von 40.990,09 Euro soll als Überschuss beziehungsweise Sicherungsfonds verfügbar sein. Für 2027 und 2028 nennt die Kalkulation Einnahmen von jeweils 204.080 Euro, während die Beschlussvorlage jeweils 204.000 Euro beantragt. Diese Abweichung von 80 Euro pro Jahr sollte vor dem Beschluss geklärt werden.

Positionen: Die Grünen unterstützen Housing First und die Auswahl der Diakonie ausdrücklich. Der SSW erklärte ebenfalls, die Diakonie sei sein favorisierter Träger. CDU, Grüne und SSW hatten bereits im Februar gemeinsam eine Neuausrichtung der sozialen Wohnraumvermittlung angestoßen. Die SPD unterstützt Housing-First-Ansätze in ihrem Kreiswahlprogramm; eine aktuelle veröffentlichte Aussage der SPD zur konkreten Trägerauswahl liegt uns nicht vor. Die Positionen von AfD, FDP und WGK zur Vorlage sind vor der Sitzung nicht öffentlich dokumentiert.

Pro: Ein eigener Mietvertrag kann Stabilität schaffen und Folgekosten von Notunterbringung, Krankheit oder wiederholten Krisen senken. Contra beziehungsweise offene Fragen: Der Erfolg hängt weniger vom Vermittlungswillen als von tatsächlich verfügbarem Wohnraum ab. Zu klären sind Zielzahlen, Kosten je dauerhaftem Mietverhältnis, Umgang mit höherem Betreuungsbedarf und Verwendung nicht benötigter Mittel.

Das Angebot ist kreisweit angelegt und kann damit grundsätzlich auch Menschen aus Kronshagen offenstehen. Einen eigenen Projektstandort oder ein Wohnraumkontingent in Kronshagen nennt das Konzept nicht.

Zulassungsstellen: Standort Altenholz wird geprüft

Der Kreis betreibt Zulassungsstellen in Rendsburg, Eckernförde, Altenholz und Hohenwestedt. Die Landeshauptstadt Kiel hat die Kooperation für den Standort Altenholz zum 31. Dezember 2026 gekündigt. Der Kreis nimmt dies zum Anlass, die gesamte Standortstruktur zu prüfen. Zusätzlich verweist er auf die geplante stärkere Zentralisierung der internetbasierten Fahrzeugzulassung ab Juli 2027.

Pro Standortprüfung: Veränderte digitale Verfahren können Personal- und Raumkosten reduzieren. Gegenargumente: Nicht alle Vorgänge lassen sich vollständig online erledigen; außerdem können digitale Hürden und weitere Wege entstehen. Vor einer Standortentscheidung sollten Fallzahlen, Kosten, Erreichbarkeit, Wartezeiten und Auswirkungen auf Gewerbekunden veröffentlicht werden.

Für Kronshagen ist Altenholz der praktisch nächstliegende Kreisstandort. Wichtig: Die Vorlage enthält noch keinen Schließungsbeschluss. Ein Prüfergebnis und ein späterer Beschlussvorschlag wurden angekündigt.

Interreg: Kronshagen ist bereits in der Projektliste vertreten

Interreg ist das EU-Instrument für Zusammenarbeit über Grenzen hinweg. Das „A“ in Interreg 6A bezeichnet die Kooperation unmittelbar benachbarter Grenzregionen. Im Programm Deutschland-Danmark müssen deutsche und dänische Partner gemeinsame Projekte entwickeln; gefördert werden nicht beliebige lokale Einzelvorhaben ohne grenzüberschreitenden Mehrwert.

Die aktuelle Förderperiode 2021 bis 2027 umfasst vier Schwerpunkte: eine innovative Region mit Forschung und neuen Technologien, eine grüne Region mit Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft, eine attraktive Region mit Bildung, Kultur und Tourismus sowie eine funktionelle Region mit Verwaltungskooperation und bürgernahen Begegnungsprojekten. Insgesamt stehen 93,8 Millionen Euro zur Verfügung. Bislang wurden 41 größere Projekte sowie Fonds für kleinere Vorhaben unterstützt; die Mittel sind nach Kreisangaben nahezu ausgeschöpft.

Für Projekte mit Beteiligten aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde wurden laut Vorlage bisher mehr als 715.000 Euro bewilligt. Der Kreis kofinanziert die Verwaltungsstrukturen über sieben Förderjahre und zwei Jahre Nachlauf mit insgesamt 468.000 Euro, entsprechend 52.000 Euro pro Jahr. Der unmittelbare Kronshagen-Bezug: Das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) in Kronshagen wird in der Projektübersicht als Beteiligter eines Bürgerfondsprojekts aufgeführt. Welchen konkreten Inhalt dieser Beitrag hat, erläutert die Vorlage nicht.

Im Hauptausschuss geht es noch nicht um eine verbindliche Teilnahme an Interreg 7A für 2028 bis 2034. Der Kreis beteiligt sich zunächst an der Programmplanung und will besonders den Zugang für Akteure aus dem ländlichen Raum verbessern. Eine politische Entscheidung soll erst im ersten Halbjahr 2027 folgen, wenn Förderziele, Volumen und Verwaltungskosten bekannt sind.

Pro: EU-Mittel können Kooperation, Forschung, Bildung, Klimaschutz und Wirtschaftsförderung finanzieren und mehr Geld in die Region holen, als der Kreis für die Programmverwaltung einzahlt. Offene Frage: Fördersumme allein misst noch keinen Nutzen. Für die nächste Periode sollte der Kreis auch Ergebnisse, Dauerhaftigkeit der Kooperationen und eigenen Verwaltungsaufwand auswerten.

Integrationsmittel: Wofür die beiden Projekte gedacht sind

Im Kreishaushalt stehen 2026 insgesamt 50.000 Euro für kleinere Integrationsprojekte bereit. Nach einer bereits bewilligten Förderung von 1.000 Euro und den beiden jetzt behandelten Anträgen über zusammen 4.746 Euro würden rechnerisch 44.254 Euro verbleiben. Diese Summe ist von größeren Zuschüssen für Kulturvermittlung und Migrationsberatungsstellen zu unterscheiden, die in anderen Haushaltskonten geführt werden.

Interkulturelle Wochen: Die VHS Rendsburger Ring sammelt gemeinsam mit Organisationen und Einzelpersonen ein Veranstaltungsprogramm für Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte. Vom 14. September bis 3. Oktober sollen unter dem Motto „dafür!“ Angebote in Rendsburg und erneut auch in Eckernförde stattfinden. Die beantragten 2.000 Euro finanzieren kein einzelnes Fest, sondern rund 1.800 Euro für Programmhefte und 200 Euro für Plakate, damit die verschiedenen Termine ein gemeinsames Publikum erreichen.

„Gemeinsam Wachsen“: Die Pro Regio gGmbH betreibt in Eckernförde eine Sozialküche für wohnungslose und armutsbetroffene Menschen. Dort sollen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund gemeinsam Hochbeete bauen, Gemüse und Kräuter anbauen, ernten und die Lebensmittel in der Küche verarbeiten. Praktische Arbeit soll Sprachbarrieren senken, Begegnung ermöglichen sowie Kenntnisse zu Ernährung, Resteverwertung und Eigenanbau vermitteln. Die 2.746 Euro sind eine Anschubfinanzierung für rund dreieinhalb Monate: 1.317,50 Euro Personal, 815 Euro Material, 263,50 Euro Verwaltung und 350 Euro Raummiete. Danach soll das Angebot ehrenamtlich und aus eigenen Ressourcen weiterlaufen.

Pro: Die Beträge sind klein, die Verwendungszwecke konkret und beide Projekte schaffen niedrigschwellige Begegnung. Offene Fragen: Beim Hochbeetprojekt sollen Zahl und Zusammensetzung der Teilnehmenden, Rückmeldungen, Kompetenzentwicklung und die Verwendung der Ernte dokumentiert werden. Für beide Förderungen bleibt zu prüfen, wie groß die tatsächliche Reichweite ist und ob die geplante Verstetigung gelingt. Einen spezifischen Veranstaltungsort oder Kooperationspartner in Kronshagen nennen die Unterlagen nicht.

Organisation und Rechnungsprüfung

Die Verwaltung will Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in einer neuen Stabsstelle „Büro des Landrats“ bündeln. Datenschutz und Gleichstellung werden organisatorisch angebunden. Eine Stellenmehrung soll es nicht geben; der Personalrat hat zugestimmt. Vorteil kann eine klarere Kommunikation sein. Gleichzeitig muss die fachliche Unabhängigkeit von Datenschutz und Gleichstellung auch bei organisatorischer Nähe zur Verwaltungsleitung gewahrt bleiben.

Außerdem soll Carsten Ludwig formal als Leiter des Rechnungs- und Gemeindeprüfungsamts abberufen werden, weil er seit März dauerhaft den Fachbereich Ordnung, Verkehr und Veterinärwesen leitet. Eine Nachfolgeregelung soll gesondert berichtet werden. Die Entscheidung muss der Kreistag am 17. August bestätigen.

Was die Fraktionen vor der Sitzung öffentlich erkennen lassen

  • CDU: Mit Grünen und SSW an der früheren Neuausrichtung der Wohnraumvermittlung beteiligt. Zu Ecosia, dem aktuellen Sportantrag und den übrigen Beschlüssen liegt vorab keine konkrete aktuelle Veröffentlichung vor.
  • SPD: Antragstellerin bei Ecosia und gemeinsam mit den Grünen bei der Sportstättenförderung. Mit der neuen Anfrage fordert sie außerdem Auskunft zu einer angekündigten Schließung des Wohnhauses am Rosseer Weg. Das Kreiswahlprogramm unterstützt Housing-First-Ansätze; die konkrete Trägerauswahl wird dort nicht behandelt.
  • Grüne: Unterstützen den Sportantrag und öffentlich sowohl Housing First als auch die Auswahl des Diakonischen Werks.
  • SSW: Hat das Diakonische Werk ausdrücklich als favorisierten Träger für Housing First bezeichnet.
  • AfD: Fordert mit ihrer Anfrage eine verursachungsgerechte Erklärung des um 8,352 Millionen Euro gestiegenen geplanten IT-Fehlbetrags, Projektkosten, Einsparoptionen, Kreisvergleiche und eine Quantifizierung möglicher KI-Effekte.
  • FDP und WGK: Zu den konkreten Vorlagen dieser Sitzung wurden bei unserer Vorabrecherche keine belastbaren aktuellen Positionen gefunden.

Was nach der Sitzung zu prüfen ist

  • Liefert die Verwaltung noch eine belastbare Kostenbrücke für die 8.352.000 Euro Planabweichung und eine Projektliste nach?
  • Bestätigt der Betreiber die angekündigte Schließung des Wohnhauses am Rosseer Weg, und welche Ersatzangebote stehen den betroffenen Bewohnern konkret zur Verfügung?
  • Wird Ecosia sofort zentral voreingestellt oder zunächst mit Datenschutz-, Qualitäts- und Technikprüfung erprobt?
  • Wie wurde über Sportstättenförderung, Housing First, Ecosia und Integrationsmittel abgestimmt?
  • Wird die 80-Euro-Abweichung in der Housing-First-Kalkulation korrigiert?
  • Welche Zielzahlen und Berichtspflichten werden mit dem Diakonischen Werk vereinbart?
  • Welche konkrete finanzielle Belastung droht dem Kreis beim Rettungsdienst?
  • Nach welchen Kriterien werden Altenholz und die anderen Zulassungsstellen bewertet?
  • Welche Fraktionen begründen Zustimmung, Ablehnung oder Enthaltung in der Sitzung?

Stand: 21. Juli 2026, einschließlich des nachträglich veröffentlichten TOP 3.2. Ausgewertet wurden die bis zu diesem Zeitpunkt öffentlich verfügbaren Vorlagen und Anlagen sowie offizielle Anbieterinformationen. Nichtöffentliche Beratungen werden nicht rekonstruiert.

Quellen und weiterführende Unterlagen

Markiert: