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Kreistagssondersitzung: Windenergie auf der Agenda

Kreishaus – Amtsgebäude des Kreises Rendsburg-Eckernförde

Der Kreistag des Kreises Rendsburg-Eckernförde kommt am Montag, 17. August, zu einer Sondersitzung zusammen. Der öffentliche Teil dauert von 17 bis 18 Uhr im Kreistagssitzungssaal in Rendsburg. Auf der Tagesordnung stehen eine Stellungnahme zum Windenergie-Regionalplan, eine organisatorische Neugliederung der Kreisverwaltung, eine Personalentscheidung und eine Umbesetzung im Jugendhilfeausschuss.

Windenergie-Regionalplan ohne öffentliche Beschlussvorlage

Unter der Überschrift „Regionalplan für den Planungsraum II“ berät der Kreistag die Stellungnahme zum zweiten Entwurf der Teilaufstellung des Regionalplans über Windenergie an Land für den Planungsraum II. Am 4. August waren zu diesem Tagesordnungspunkt weder eine Vorlagennummer noch ein Beschlussvorschlag, der Wortlaut der Stellungnahme oder Anlagen öffentlich verlinkt. Auch die Zuständigkeit für eine abschließende Entscheidung ist in der Tagesordnung nicht ausgewiesen.

Damit lässt sich aus den veröffentlichten Unterlagen nicht ableiten, welche Änderungen der Kreis konkret anspricht. Der Planungsraum II umfasst die Städte Kiel und Neumünster sowie die Kreise Plön und Rendsburg-Eckernförde. Die öffentliche Beteiligung des Landes läuft vom 16. Juli bis einschließlich 26. August; Stellungnahmen sind auf gegenüber dem Entwurf vom Juli 2025 geänderte Teile beschränkt. Der Regionalentwicklungsausschuss hatte bereits am selben Tag um 16 Uhr eine eigene Sondersitzung zur selben Thematik anberaumt. Bis zur Kreistagssitzung können Unterlagen oder Nachträge hinzukommen.

Neue Stabsstelle „Büro des Landrats“ und organisatorische Anbindung

Der Kreistag soll einer Änderung der Aufbauorganisation der Kreisverwaltung zustimmen (VO/2026/206). Die strategische Kommunikation soll künftig in einer Organisationseinheit zusammengeführt werden. Dafür ist eine Stabsstelle „Büro des Landrats“ geplant, die dem Landrat direkt zugeordnet wird. Dort werden Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Datenschutz und Gleichstellung organisatorisch angebunden. Die Organisationsänderung erfolgt im Rahmen des vereinbarten Personalbudgets, eine Stellenmehrung ist nicht vorgesehen. Der Personalrat hat den Maßnahmen zugestimmt. Der Hauptausschuss hatte die Vorlage in seiner Sitzung am 23. Juli bereits zur Kenntnis genommen; dem Kreistag ist sie ebenfalls zur Kenntnisnahme vorgelegt. Ein Entwurf des ab 1. August geltenden Verwaltungsgliederungsplans ist als Anlage beigefügt.

Abberufung des Leiters des Rechnungs- und Gemeindeprüfungsamtes

Der Kreistag bestätigt die Abberufung von Carsten Ludwig als Leiter des Rechnungs- und Gemeindeprüfungsamtes (VO/2026/207). Ludwig war seit dem 1. September 2025 mit der kommissarischen und seit dem 1. März 2026 mit der dauerhaften Leitung des Fachbereichs Ordnung, Verkehr und Veterinärwesen betraut. Die fachliche Vertretung des Rechnungs- und Gemeindeprüfungsamtes war zwischenzeitlich geregelt. Die Abberufung ist formal notwendig und erfolgt mit Wirkung vom 31. Juli 2026. Eine Nachfolgeregelung wird gesondert beraten. Der Hauptausschuss hatte der Abberufung in seiner Sitzung am 23. Juli zugestimmt; der Kreistag bestätigt diesen Beschluss. Finanzielle Auswirkungen sind nicht ausgewiesen.

Neues stellvertretendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss

Für den Jugendhilfeausschuss benennt der Kreistag ein neues stellvertretendes Ausschussmitglied für die Träger der freien Jugendhilfe (VO/2026/219). Inga Bracker-Matthiessen, bisher stellvertretendes Mitglied für die freien Wohlfahrtsverbände, hat den Arbeitgeber gewechselt und scheidet aus. Vorgeschlagen wird Doris Büttner vom Diakonischen Werk des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde gGmbH als Nachfolgerin. Die Beschlussempfehlung sieht vor, dass der Kreistag Büttner als stellvertretendes Ausschussmitglied benennt. Zu dieser Vorlage ist keine vorherige Beratung in einem anderen Gremium dokumentiert.

Überwiegend Verfahrens- und Bestätigungsentscheidungen

Redaktionelle Einordnung: Die Sondersitzung fasst mehrere Verfahrensentscheidungen zusammen, die teilweise bereits im Hauptausschuss vorberaten wurden. Die Aufbauorganisation und die Abberufung hatte der Hauptausschuss am 23. Juli behandelt; der Kreistag bestätigt oder nimmt zur Kenntnis. Die Umbesetzung im Jugendhilfeausschuss ist neu und betrifft die Besetzung eines Gremiums. Die Stellungnahme zum Windenergie-Regionalplan ist der einzige Punkt, bei dem der Ausgang öffentlich nicht vorhersehbar ist, weil bislang keine Vorlage oder Beschlussempfehlung veröffentlicht wurde. Positionen einzelner Fraktionen zu den Tagesordnungspunkten gehen aus den geprüften öffentlichen Unterlagen nicht hervor.

Für Kronshagen nur mittelbarer Bezug

Keiner der öffentlichen Tagesordnungspunkte betrifft Kronshagen unmittelbar als Standortgemeinde. Der Windenergie-Regionalplan wirkt sich mittelbar aus, da Kronshagen zum Kreis und zum Planierungsraum II gehört. Die organisatorischen und personalen Entscheidungen betreffen die Kreisverwaltung insgesamt. Aus dem Fehlen eines direkten Kronshagen-Bezugs folgt jedoch nicht, dass die Sitzung ohne regionale Bedeutung ist; die Entscheidungen prägen die Verwaltungsstruktur und die kreisweite Positionierung in der Windenergieplanung.

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