Bei der Kollision eines Regionalzuges mit einem Traktorgespann bei Achterwehr sind am Dienstagnachmittag 13 Menschen leicht verletzt worden. Nach Angaben der Bundespolizei erlitten elf Fahrgäste sowie der Lokführer und der Zugbegleiter leichte Verletzungen. Eine Reisende wurde wegen Schmerzen in ein Krankenhaus gebracht.
Kollision trotz Schnellbremsung
Der Zug war mit 64 Reisenden von Kiel in Richtung Rendsburg unterwegs. Gegen 14.29 Uhr überquerte ein Traktor mit Anhängern einen technisch gesicherten Bahnübergang. Die Anlage ist nach Angaben der Bundespolizei mit Rotlicht und Halbschranken ausgestattet.
Der Lokführer leitete eine Schnellbremsung ein, konnte den Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern. Der Zug erfasste den letzten Anhänger des Gespanns. Dieser stellte sich quer und beschädigte die Front und die Seite des Zuges. Der Traktorfahrer blieb unverletzt.
Warum sich das Gespann beim Herannahen des Zuges auf dem Übergang befand, ist amtlich noch nicht geklärt. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
Feuerwehren aus Achterwehr und Kronshagen im Einsatz
Die Reisenden wurden mit Unterstützung der Feuerwehren Achterwehr und Kronshagen aus dem beschädigten Zug gebracht. Außerdem waren Rettungsdienst, Notarzt sowie Landes- und Bundespolizei vor Ort. Nach der Sichtung durch den Rettungsdienst konnten die meisten Betroffenen ihre Reise mit einem Bus fortsetzen.
Unfallbedingte Störung nicht mehr ausgewiesen
Die Strecke wurde für den Einsatz und die Bergung gesperrt. In der am Mittwochmorgen abgerufenen Eilmeldungsübersicht der Nordbahn wurde für die Linien RE 74 und RB 75 keine unfallbedingte Störung mehr ausgewiesen. Unabhängig davon gelten auf der Verbindung im Juli bereits angekündigte baubedingte Fahrplanänderungen. Fahrgäste sollten deshalb vor der Abfahrt die aktuelle Verbindung prüfen.





