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Schleswig-Holstein

Gegen Einsamkeit: SH setzt 2027 rund 600.000 Euro ein

Mit 50.000 Euro für Mehrgenerationenhäuser, einer Wissensplattform und einem Schulungskonzept startet das Land 2026 in den 12-Punkte-Plan gegen Einsamkeit. Für 2027 sind rund 600.000 Euro vorgesehen – auch für Dorfkümmerinnen und -kümmerer.

Christian Muschick ·

Zwei Kleine Anfragen benennen Mittel und Stand

Das Schleswig-Holsteinische Sozialministerium hat mit Antworten auf zwei Kleine Anfragen der SPD-Abgeordneten Birte Pauls Details zu den angekündigten Maßnahmen gegen Einsamkeit im Alter vorgelegt. Der im September veröffentlichte 12-Punkte-Plan zur Stärkung des Ehrenamts ist Teil der Landes-Gesamtstrategie Ehrenamt. Für das Haushaltsjahr 2026 stehen laut Budgettabelle rund 300.000 Euro bereit: 50.000 Euro für die Förderung und Erweiterung von Mehrgenerationenhäusern, 60.000 Euro für die Entwicklung einer Wissensplattform und 190.000 Euro für ein Schulungs- und Sensibilisierungskonzept gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz.

Mehrere Bausteine sind bereits auf dem Weg: Die Wissensplattform, die Informationen, Vernetzung und eine Angebotsübersicht bündeln soll, geht voraussichtlich im Frühjahr 2027 online; der Auftaktworkshop fand im September statt. Die Mehrgenerationenhäuser erhalten 2026 50.000 Euro für neue Angebote, die Fördersumme soll 2027 vorbehaltlich der Haushaltsbeschlussfassung auf 125.000 Euro steigen. Der Fachtag „Gemeinsam gegen Einsamkeit“ fand am 23. September im Landtag statt; die Erkenntnisse fließen in die Planung ab 2027 ein.

Für 2027 rund 600.000 Euro im Plan

Für das Haushaltsjahr 2027 weist der 12-Punkte-Plan laut Drucksache 20/4866 mehrere Positionen aus: 125.000 Euro für die erneute Aufstockung der Mehrgenerationenhaus-Förderung, 92.000 Euro für die Koordinierungsstelle der Dorfkümmerinnen und Dorfkümmerer, 150.000 Euro für eine Zielgruppenkampagne, 100.000 Euro für einen landesweiten Kongress sowie 40.000 Euro für Ehrentage in vier Regionen und weitere kleinere Positionen. Zusammengefasst ergibt sich daraus ein Umfang von rund 600.000 Euro. Die Koordinierungsstelle der Dorfkümmerinnen und Dorfkümmerer, die bisher eine 30-Stunden-Stelle umfasste, wird laut Antwort auf zwei Vollzeitstellen aufgestockt.

Bis zur Veröffentlichung des 12-Punkte-Plans seien die ersten Maßnahmen bereits gestartet worden. Die Landesregierung verweist auf die enge Verzahnung mit der Gesamtstrategie Ehrenamt und plant, die Maßnahmen nach der Haushaltsaufstellung weiterzuentwickeln.

Quellen