12,3 Prozent des Unterrichts nicht planmäßig erteilt
Bei Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe in Schleswig-Holstein ist laut Landesregierung 12,3 Prozent des Unterrichts ausgefallen oder nicht planmäßig erteilt worden, wie aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage im Zusammenhang mit der Großen Anfrage „Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe – Leistungsvermögen und Herausforderungen“ hervorgeht. In Flensburg wurde der Ausfall vor allem durch die Auflösung von Doppelbesetzungen (62,2 Prozent der Maßnahmenstunden) und eigenverantwortliches Lernen (9,9 Prozent) aufgefangen; in Kiel setzten die Schulen stärker auf die Zusammenlegung oder Aufteilung von Lerngruppen.
35 zusätzliche Stellen für flexible Übergangsphasen
Für das Schuljahr 2026/27 weist die Landesregierung laut Antwort 35 zusätzliche Lehrkräftestellen für die flexiblen Übergangsphasen aus; zudem wurden vier Stellen aus dem Personalzuweisungsverfahren Berufliche Schulen an Gemeinschaftsschulen abgeordnet. Für die elf Schulstandorte des Produktiven Lernens kommen sechs weitere Lehrkräftestellen hinzu. Als zusätzliche Ressource nennt das Land das Coaching aus dem Handlungskonzept STEP. Als Hintergrund führt die Antwort an, dass sich die Schülerpopulation und deren soziale Zusammensetzung regional verändert habe: Im Bereich der Landeshauptstadt Kiel und in Teilen des Kreises Stormarn sei der Anteil an Schulen mit erhöhter sozialer Belastungslage gestiegen. Auch Elternwille und sonderpädagogische Diagnostik spielten bei der Zuweisung eine Rolle.



