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Schleswig-Holstein

Jobticket in SH: Tickets sinken, Verträge steigen

Die Antwort des Verkehrsministeriums auf eine Kleine Anfrage liefert Zahlen zum Jobticket in Schleswig-Holstein: Beim NAH.SH-Jobticket sind die Tickets seit 2022 deutlich weniger, die Rahmenverträge dagegen mehr geworden.

Christian Muschick ·

Kiel. Die Zahl der Jobtickets in Schleswig-Holstein ist seit 2022 deutlich gesunken. Zum Jahresende 2022 wurden über den Vertriebsweg von NAH.SH 16.626 NAH.SH-Jobtickets für einen Ort oder eine Strecke verkauft, im Juni 2026 waren es noch 4.770. Das geht aus der Antwort des Ministers für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus auf eine Kleine Anfrage des SPD-Abgeordneten Niclas Dürbrook hervor (Drucksache 20/4929 vom 16. Oktober 2026).

Der Landesregierung liegen für das Deutschland-Jobticket separate Zahlen vor: 91.210 im Dezember 2024, 92.549 im Dezember 2025 und 98.268 im Juni 2026 – verkauft an Kundinnen und Kunden mit Wohnort in Schleswig-Holstein. Eine Vergleichbarkeit über die Zeit hinweg sieht die Landesregierung nicht: Vor Einführung des Deutschland-Jobtickets im Mai 2023 gab es zwei Vertriebswege, das NAH.SH-Jobticket und das hvv-Profiticket. Nach der Einführung fallen die Zahlen auseinander, weil insbesondere auf langen Strecken die Preise deutlich fielen.

Rahmenverträge wachsen

Beim NAH.SH-Vertriebsweg stieg die Zahl der Rahmenverträge von 290 im Jahr 2022 auf 626 (2023), 924 (2024), 1.099 (2025) und 1.278 bis Oktober 2026. Diese Verträge verteilen sich Stand August 2026 auf rund 10 Prozent öffentliche und rund 90 Prozent private Arbeitgeber. Eine Aufteilung nach einzelnen Betriebsstellen liegt nicht vor.

Nicht vor liegt der Landesregierung die Gesamtzahl der Rahmenverträge aller Anbieter. Vertriebsstellen sind verpflichtet, die Zahl der verkauften Tickets zu melden, nicht aber die Zahl der Rahmenverträge. Erfasst sind daher nur die Verträge, die vom von NAH.SH betriebenen Vertriebsweg betreut werden.

Für Pendler zwischen Kronshagen und Kiel ist das Jobticket weiterhin an den Arbeitgeber gebunden. Ob ein Unternehmen einen Rahmenvertrag hat, lässt sich den Zahlen im Einzelnen nicht entnehmen.

Quellen

Schleswig-Holsteinischer Landtag, Drucksache 20/4929: Kleine Anfrage Niclas Dürbrook (SPD), Antwort der Landesregierung, 16.10.2026.