Am Mittwoch, 12. August 2026, schiebt sich der Mond am frühen Abend vor die Sonne. Über Kiel und Kronshagen ist das Ereignis als partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Die Sternwarte der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Kiel öffnet dafür von 18.30 Uhr bis etwa 21 Uhr; im Mediendom gibt es ein Begleitprogramm.
Für Kiel nennt die HAW den Beginn der partiellen Bedeckung um 19.13 Uhr. Das Maximum wird um 20.06 Uhr erreicht. Dann sind rund 85 Prozent der Sonnenfläche vom Mond bedeckt. Total wird die Finsternis in Kiel dennoch nicht: Eine helle Sonnensichel bleibt sichtbar. Bis zum Sonnenuntergang um 20.56 Uhr ist die Sonne nach Angaben der Hochschule bereits fast wieder vollständig zu sehen.
Die wichtigsten Zeiten und Orte
- 17 Uhr: Kostenpflichtige Kindershow „Sonne, Mond und Sterne“ im Mediendom, Sokratesplatz 6.
- 18.30 Uhr: Öffnung der Sternwarte auf dem HAW-Hochhaus, Sokratesplatz 1, sowie Beginn des Sonderprogramms im Mediendom.
- 19.13 Uhr: Beginn der partiellen Sonnenfinsternis in Kiel.
- 20.06 Uhr: Maximum mit rund 85 Prozent bedeckter Sonnenfläche.
- 20.56 Uhr: Sonnenuntergang.
- Etwa 21 Uhr: Ende der angekündigten Öffnungszeit der Sternwarte.
Die Sternwarte liegt auf dem Dach des HAW-Hochhauses und bietet freie Sicht nach Westen. Das ist an diesem Abend wichtig, weil die Sonne während der Finsternis schon tief über dem Horizont steht. Wer das Ereignis von Kronshagen aus verfolgen möchte, benötigt ebenfalls einen möglichst unverstellten Blick in westlicher Richtung.
Beobachtung unter freiem Himmel ist wetterabhängig
Ob die Sonnenfinsternis draußen zu sehen sein wird, hängt von klarem Himmel und der Sicht zum westlichen Horizont ab. Wolken können die Beobachtung zeitweise oder vollständig verhindern. Die angekündigten Zeiten beschreiben den astronomischen Ablauf, sind aber keine Sichtbarkeitsgarantie.
Im Mediendom am Sokratesplatz 6 beginnt um 18.30 Uhr ein Sonderprogramm. Geplant sind Livestreams der totalen Sonnenfinsternis in Spanien sowie Fachvorträge aus anderen Sternwarten und Planetarien. Die Totalität ist nur in einem schmalen Streifen Europas zu erleben, unter anderem in Teilen Spaniens und Islands; in Deutschland bleibt die Finsternis partiell.
Nur mit geeigneter Finsternisbrille in die Sonne sehen
Auch wenn ein großer Teil der Sonnenscheibe bedeckt ist, darf die Sonne nicht ungeschützt betrachtet werden. Für den direkten Blick sind speziell dafür bestimmte, intakte Finsternisbrillen erforderlich. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt, auf die Kennzeichnung nach DIN EN ISO 12312-2:2015, das CE-Zeichen sowie Benutzungs- und Warnhinweise zu achten. Die Filterfolie darf keine Kratzer, Löcher, Risse oder andere Schäden aufweisen.
Normale Sonnenbrillen bieten keinen ausreichenden Schutz. Auch rußgeschwärzte Gläser, Filmstreifen, CDs und ähnliche Behelfslösungen sind ungeeignet. Die HAW kündigt an, vor Ort kostenlos geeignete Sonnenschutzbrillen zu verteilen. Eine verfügbare Stückzahl nennt die Hochschule nicht.
Besondere Vorsicht gilt bei Ferngläsern, Teleskopen und Kameras: Sie bündeln das Sonnenlicht. Solche Geräte dürfen nur mit einem fachgerechten Sonnenfilter verwendet werden, der vor der Optik angebracht ist. Eine Finsternisbrille vor den Augen genügt bei vergrößernden Geräten nicht.






